Donnerstag, 28. August 2008
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Themen-History ist ausgeschaltet: Zu hohe Kosten bei Medikamenten?
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W. Steiger / GEK PM der GEK zum Thema:



Versandapotheken finden bei Bundesbürgern breite Zustimmung. Im Auftrag der Gmünder ErsatzKasse GEK führte die Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen forsa eine repräsentativen Umfrage durch.



Dabei äußerten 30 Prozent der Befragten, dass sie "auf jeden Fall" bereit seien, Arzneimittel bei einer Versandapotheke zu bestellen. Weitere 27 Prozent gaben an, sich dies "vorstellen zu können". Für 84 Prozent der Befragten ist die Seriosität der Versandapotheke ein wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium. Informationen über Versandapotheken erwarten 78 Prozent von ihrem Arzt und über die Hälfte von ihrer Krankenkasse. Dieter Hebel, Vorstandsvorsitzender der Gmünder ErsatzKasse: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Vorteilen des Arzneimittelversandhandels positiv gegenübersteht und dass sie von ihrer Krankenkasse darüber informiert werden wollen."



Die Aufklärungsarbeit der Krankenkassen zum Arzneimittel-Versandhandel zeigt Früchte: Die Patienten kennen die Vorteile und nützen sie auch. Die forsa-Umfrage für die GEK ergab, dass 57 Prozent der Befragten die Lieferung nach Hause als sehr wichtig oder wichtig empfinden. Deshalb heißen die Versandapotheken bei der GEK auch "Frei-Haus-Apotheken".



Überhaupt kein Verständnis zeigt Hebel dagegen für den Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV), der vor dem Sozialgericht Stuttgart gegen die GEK klagt. Dabei soll der GEK untersagt werden, ihren Versicherten den Bezug der Arzneimittel bei den kosten- und servicefreundlichen Vertrags-Versandapotheken zu empfehlen. "Es kann wohl nicht sein, dass sich eine Krankenkasse gegenüber ihren Versicherten in Schweigen hüllen soll, wenn diese durch den Versandhandel Servicevorteile erhalten und Geld sparen können." Schließlich vertreten nach dem Umfrageergebnis 53 Prozent der Deutschen die Ansicht, dass im Gesundheitswesen Kosten eingespart werden müssen. Auf die Frage, in welchen Bereichen Kosten eingespart werden müssten, nannten 77 Prozent die pharmazeutische Industrie.
Wolfgang Steiger Lieber Herr Dr. Becker,



danke für Ihren Kommentar.



Im zitierten Beitrag heißt es "Das Einkommen vor Steuern" und nicht Umsatz, also wie ich es verstanden habe das zu versteuernde Einkommen - bin aber kein Experte. Natürlich bin ich auch der Meinung, dass das "Selbständigen-Risiko" honoriert werden muss!



Es ging mir auch mehr darum, wie sich die Distributionskosten der Medikamenten "in Summe" senken lassen könnten.



Dazu gehört für mich der Preis-Wettbewerb Internet-Apotheke versus klassiche Apotheke. Weiterhin stellt sich auch die Frage, ob die heutige Anzahl an Apotheken wirklich notwendig ist.



Dies kann meiner Meinung nach nur ein "freier" Markt regeln (Konsolidierung).
Dr. Eugen Becker Der Autor verwechselt Umsatz mit Ertrag!

Durch die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung in 2004 wird den Apotheken ein Aufschlag auf den Einkaufspreis des Medikamentes von 3% (drei) [welcher andere Einzelhandel würde so etwas akzeptieren] plus 8,10 Euro, bei GKV 6,10 Euro. pro Packung.

Ab dem 1.Mai wurden weitere Rabatte durch das AVWG gestrichen.

Ich frage den Autor, wie man eine vom Gesetzgeber vorgegebene

qualitativ höchst anspruchsvollen gesetzlichen auftrag wahrnehmen kann, wenn man schlechter bezahlt wird als ein Angestellter im mittleren Management?
Wolfgang Steiger gemäß einer Meldung der Süddeutsche Zeitung haben die Apotheker in den vergangenen Jahren Rekordumsätze erwirtschaftet.



Der Durchschnittsapotheker verdiente im Jahr 2005 laut SZ etwas mehr als ein Jahr zuvor. Das Einkommen vor Steuern einer typischen Apotheke wuchs demnach um fünf Prozent auf 85 000 Euro.



Insgesamt stieg der Umsatz der Apotheken um 7,7 Prozent auf 35 Milliarden Euro. Damit erreichte er einen neuen Spitzenwert.



Kommentar:

Ist es nicht langsam an der Zeit, auch hier mehr Wettbewerb zu schaffen und eine Konsolidierung der Apotheken zu erreichen - vor allem auch in Zeiten von Internet und Versandhandel?
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