Samstag, 22. November 2008
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Themen-History ist ausgeschaltet: Krankenversicherung nicht zu Experimentierfeld machen
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Wolfgang Steiger Weiter für Zündstoff sorgt die geplante Gesundheitsreform zwischen der Politik und den Krankenkassen.



Am Freitag warf Ulla Schmidt (Gesundheitsministerin - SPD) den Kassen vor, aus Angst vor Transparenz gegen die Pläne des Gesundheitsfonds zu protestieren und damit den Beschäftigten „mit unlauteren Mitteln Angst“ zu machen.



Auf eine Versachlichung der Debatte hofft indes die Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen nach dem geplanten Treffen mit Ulla Schmidt morgen am 01. Aug.
Gruner+Jahr, stern In diesem Thread wird dieser Artikel/Beitrag diskutiert: Krankenversicherung nicht zu Experimentierfeld machen



Trotz der Ermahnungen aus der Politik weiten die Krankenkassen ihren Kampf gegen den geplanten Gesundheitsfonds der Großen Koalition aus. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat der Verband der Angestelltenkrankenkassen einen vierseitigen "Aktionsplan" entworfen. Laut dem internen Papier sollen Kassen und Landesverbände die jeweiligen Landesregierungen, Journalisten, heimische Bundestagsabgeordnete und ihre Versicherten agitieren.



Aufgezählt sind 18 Maßnahmen - von der "Kick-Off-Veranstaltung" in den Landeshauptstädten über "Parlamentarische Abende" mit Bundestagsabgeordneten bis zur "Plazierung" von Artikeln in den Mitgliederzeitschriften. "Die Hauptaktivitäten sollten 14 Tage vor der 1. Sitzungswoche des Bundestages beginnen und bis Mitte September stattfinden." Zu diesem Zeitpunkt soll der Gesetzentwurf vorgelegt werden.



Wolfgang Schmeinck, Chef des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen, sagte dem stern, die 72 Millionen Krankenversicherten hätten ein Recht auf klare Information: "Wenn die gesetzliche Krankenversicherung zulasten der Kranken geschwächt wird, muss man dies auch deutlich sagen." DAK-Chef Herbert Rebscher zum stern: "Einen sachverstandsfreien politischen Kompromiss kann man nicht durch Diskussionsverbote retten."
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