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Themen-History ist ausgeschaltet: Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung beschlossen
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VFA In diesem Thread wird dieser Artikel/Beitrag diskutiert: Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung beschlossen



VFA zum Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz: "Mit der Verabschiedung des AVWG hat das Parlament den Pharmastandort Deutschland schwer belastet und Patienten erneut zu Leidtragenden einer verfehlten Kostendaempfungspolitik gemacht."Das sagte der Vorsitzende des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Dr. Dr. Andreas Barner, heute zur Verabschiedung des Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) durch den Deutschen Bundestag. Die Patienten werden insbesondere von der Bonus-Malus-Regelung fuer Arzneiverordnungen sowie den drastisch abgesenkten Erstattungsobergrenzen selbst fuer neue, patentgeschuetzte Medikamente getroffen.



Die Bonus-Malus-Regelung sei zwar durch letzte Aenderungen

am Gesetzestext etwas flexibler gestaltet, doch im Kern bestaetigt worden. Durch sie wuerden niedergelassenen Aerzten angehalten, Therapien mit billigen Praeparaten durchzufuehren. Fuer die Behandlung von Patienten, die auf die Standardtherapie nicht gut ansprechen oder sie nicht vertragen und die deshalb eine Alternativmedikation benoetigten, drohten Aerzten finanzielle Nachteile. "Das geht zu Lasten der Versorgungsqualitaet fuer die Patienten", so Barner. Schon heute herrsche auf vielen Therapiegebieten eine Unterversorgung mit innovativen Arzneimitteln, die das AVWG noch zu verschaerfen drohe.



Durch das rigide Absenken der Erstattungsobergrenzen auf das Niveau von Billigarzneimitteln drohe zudem die Gefahr, dass Patienten fuer patentgeschuetzte Arzneimittel kuenftig erhoehte Zuzahlungen leisten muessten.



Zur Innovationsschutzklausel sagte Barner: "Die im Gesetz vorgesehene Innovationsschutzklausel bietet trotz der unbestreitbaren Verbesserungen nach wie vor nicht die Gewaehr, dass neuartige Arzneimittel oder solche, die eine therapeutische Verbesserung bringen, von den Erstattungsobergrenzen freigestellt werden."



Die Aufmerksamkeit, die die Politik mit dem AVWG auf den Arzneimittelsektor im Gesundheitswesen lenke, ist nach Barners Ansicht ohnehin fehl am Platze: "Das zentrale Problem der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind nicht die Arzneimittelverordnungen. Es entfallen nur rund 16 Prozent der GKV-Ausgaben auf Arzneimittel. Zudem sind die Arzneimittelpreise im vergangenen Jahr im Schnitt sogar gesunken."Eine Ausweitung der Verordnungen sei angesichts der demografischen Entwicklung und der bestehenden Unterversorgung der Bevoelkerung mit leitliniengerechter Medikation unausweichlich, ja sogar geboten.



Barner abschliessend: "Statt neuer Restriktionen fuer den Arzneimittelmarkt braeuchte unser Land eine echte Gesundheitsreform, wie sie der VFA seit langem fordert: Eine Reform mit den Komponenten Selbstbestimmung fuer den Versicherten, Wahlfreiheit und Solidaritaet." Sie koennte das Gesundheitssystem so ordnen, dass sich Leistung und Qualitaet fuer die Leistungserbringer lohne und Patienten verlaesslich und auf der Hoehe des medizinischen Wissens versorgt werden.
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