Annegrethe Stoltenberg
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Größte Privatisierung einer staatlichen Pflegeheimkette - 24/08/2006 08:16
In diesem Thread wird dieser Artikel/Beitrag diskutiert: Größte Privatisierung einer staatlichen Pflegeheimkette
Das Diakonische Werk Hamburg begrüßt die Entkommunalisierung der Pflegezentren von pflegen & wohnen.
Dazu die Landespastorin Annegrethe Stoltenberg: "Es wäre besser gewesen, wenn die Freie und Hansestadt Hamburg beim Verkauf der Pflegezentren von pflegen & wohnen einen politischen Akzent auf die Trägerschaft durch eine gemeinnützige Organisation gelegt hätte. Gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen arbeiten nicht aus Gesichtspunkten der Gewinnmaximierung, sondern aus ideellen Motiven. Sie nehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahr und fördern bürgerschaftliches Engagement.“
Wirtschaftliches Handeln, so Annegrethe Stoltenberg, sei selbstverständlich auch für diakonische Einrichtungen notwendig. Der Unterschied: „Erzielte Gewinne werden wieder in den Betrieb re-investiert und kommen damit den Hilfebedürftigen zugute.“
Der Marktanteil Pflegen und Wohnen beträgt in diesem Bereich etwa 20 Prozent. Mit dem Verkauf der Pflegezentren an einen privat-gewerblichen Anbieter werden in Zukunft mehr als 40 Prozent aller 15.000 Hamburger Pflegeplätze in privat-gewerblicher Hand sein.
Annegrethe Stoltenberg: „Gerade nachdem schon eine privatwirtschaftliche Krankenhauskette den Zuschlag beim Kauf des Landesbetriebs Krankenhäuser erhalten hat, wäre die Berücksichtigung der Diakonie beim Verkauf der Pflegezentren von pflegen & wohnen ein klares politisches Zeichen gewesen. Die Tendenz zu immer mehr privat-gewerblichen Anbietern betrachten wir als sehr kritisch."
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