Wolfgang Steiger
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Umfrage: Bereitschaft Medikatmente per Versandapotheke bestellen - 22/05/2006 12:58
PM der GEK zum Thema:
Versandapotheken finden bei Bundesbürgern breite Zustimmung. Im Auftrag der Gmünder ErsatzKasse GEK führte die Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen forsa eine repräsentativen Umfrage durch.
Dabei äußerten 30 Prozent der Befragten, dass sie "auf jeden Fall" bereit seien, Arzneimittel bei einer Versandapotheke zu bestellen. Weitere 27 Prozent gaben an, sich dies "vorstellen zu können". Für 84 Prozent der Befragten ist die Seriosität der Versandapotheke ein wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium. Informationen über Versandapotheken erwarten 78 Prozent von ihrem Arzt und über die Hälfte von ihrer Krankenkasse. Dieter Hebel, Vorstandsvorsitzender der Gmünder ErsatzKasse: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Vorteilen des Arzneimittelversandhandels positiv gegenübersteht und dass sie von ihrer Krankenkasse darüber informiert werden wollen."
Die Aufklärungsarbeit der Krankenkassen zum Arzneimittel-Versandhandel zeigt Früchte: Die Patienten kennen die Vorteile und nützen sie auch. Die forsa-Umfrage für die GEK ergab, dass 57 Prozent der Befragten die Lieferung nach Hause als sehr wichtig oder wichtig empfinden. Deshalb heißen die Versandapotheken bei der GEK auch "Frei-Haus-Apotheken".
Überhaupt kein Verständnis zeigt Hebel dagegen für den Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV), der vor dem Sozialgericht Stuttgart gegen die GEK klagt. Dabei soll der GEK untersagt werden, ihren Versicherten den Bezug der Arzneimittel bei den kosten- und servicefreundlichen Vertrags-Versandapotheken zu empfehlen. "Es kann wohl nicht sein, dass sich eine Krankenkasse gegenüber ihren Versicherten in Schweigen hüllen soll, wenn diese durch den Versandhandel Servicevorteile erhalten und Geld sparen können." Schließlich vertreten nach dem Umfrageergebnis 53 Prozent der Deutschen die Ansicht, dass im Gesundheitswesen Kosten eingespart werden müssen. Auf die Frage, in welchen Bereichen Kosten eingespart werden müssten, nannten 77 Prozent die pharmazeutische Industrie.
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