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Misswirtschaft abstellen: Beitragserhöhungen sind keine Lösung - 17/05/2006 14:27 In diesem Thread wird dieser Artikel/Beitrag diskutiert: Misswirtschaft abstellen: Beitragserhöhungen sind keine Lösung

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) wehrt sich gegen gravierende, nicht belegte Vorwürfe, die im gestern vorgestellten "Jahrbuch Korruption 2006 - Schwerpunkt: Korruption im Gesundheitswesen" der Nichtregierungs-Organisation Transparency International erhoben werden. Hierzu erklärt Manfred Wölfert, Vorsitzender des DBB:

"Der Deutsche Diabetiker Bund ist zutiefst schockiert darüber, mit welchen unseriösen Mitteln eine Organisation mit der Reputation von Transparency International unseren Verband zu diffamieren versucht. Es ist unfassbar, dass Diabetes-Patienten, denen in Kürze droht, dass ihnen innovative Medikamente verweigert werden, in den Dunstkreis der Korruption gebracht werden. Transparency International schadet damit langfristig den Interessen der Patienten."

In seinem Bericht wirft Transparency International dem Deutschen Diabetiker Bund (DDB) vor, im Interesse der Pharmaindustrie zu handeln und sich in der Debatte um die Erstattung von kurzwirksamen Insulinanaloga von Pharmaherstellern lenken zu lassen. Hierzu DBB-Vorsitzender Manfred Wölfert:

"Diese Vorwürfe sind unhaltbar - und in keiner Weise von Transparency International belegt. Es ist skandalös, wie Transparency International mit Halbwissen, schlecht recherchierten Fakten und einem guten Maß an Selbstgerechtigkeit Rufmord an unserer Patientenorganisation betreibt. Wir fordern Transparency International auf, seine Vorwürfe öffentlich zu widerrufen. Fakt ist, dass der Deutsche Diabetiker Bund im eigenen Interesse gegen eine komplette Entnahme der kurzwirksamen Insulinanaloga aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist. Dieses Begehren ist jedoch ausschließlich durch eigene Erfahrungswerte mit der Krankheit begründet und steht in keinem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie."
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