Der Bundesrat hat nun den Weg frei gemacht für das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (Arzneimittelversorgungs- Wirtschaftlichkeitsgesetz, kurz AVWG). Damit kann das Gesetz jetzt zum 1. Mai 2006 in Kraft treten.
Zwei von fünf Deutschen (40%) kaufen freiverkäufliche Medikamente mittlerweile außerhalb von Apotheken in Drogerien, Reformhäusern, Supermärkten oder bei Discountern ein. Weitere 24 Prozent stehen dem Kauf der so genannten "OTC-Präparate" außerhalb von Apotheken aufgeschlossen gegenüber.
Forscher der Max-Planck-Institute für Infektionsbiologie und Biochemie zusammen mit Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover ist es gelungen, neue Angriffspunkte für die Entwicklung dringend benötigter neuer Antibiotika zu finden.
Nicht immer muss es ein Medikament gegen das postoperative Erbrechen sein. Nach einer Analyse kann auch Ingwer gegen die Übelkeit nach der Operation helfen. Häufig tritt postoperatives Erbrechen nach einem chirurgischen Eingriff auf, das bis zu 43 Prozent der Patienten betrifft.
14.02.2006
Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Unternehmen mit starken Marken im Angebot haben deutlich mehr Erfolg als andere Firmen. Dieser Erkenntnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey müssen sich zunehmend auch Pharmakonzerne stellen. Markenstärke gewinnt auch im Bereich der Arzneimittel an Bedeutung.
Die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung sind im vergangenen Jahr um etwa 16 % bzw. 3,5 Mrd. Euro gestiegen. Der Kostenanstieg ist etwa doppelt so hoch wie der von der Selbstverwaltung vereinbarte Zuwachs und verstößt gegen die Arzneimittelvereinbarungen für das Jahr 2005. Eine Fortsetzung der hohen Ausgabenzuwächse in den Folgejahren würde die Beitragssatzstabilität gefährden.
Klinische Studien konzentrieren sich häufig zu sehr auf die Hauptwirkung eines Medikaments, so dass die Nebenwirkungen nur unzureichend ermittelt werden, wie eine aktuelle Studie der Philipps-Universität Marburg zeigt.
Die Gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr insgesamt rund 140 Milliarden Euro für die Ausgaben im Gesundheitsbereich ausgegeben. Davon entfielen 23,4 Milliarden auf die Versorgung mit Arzneimitteln. Dies sind 3,3 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2004.
Der vorhergesagte Kostenanstieg im Arzneimittelbereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 20 Prozent ist zwar nicht eingetreten. Der Durchschnitt liegt bei knapp 17 Prozent und kann damit sogar Einfluss auf die Beitragssatzentwicklung nehmen.
Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat allein im Jahr 2005 deutschlandweit Abrechnungsmanipulation in Höhe von knapp einer Million Euro aufgedeckt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der durch Abrechnungsbetrug entstandene Schaden damit verdoppelt.
Die Kaufmännische Krankenkasse hat bei einer Stichprobe von niedergelassenen Ärzten, die nach Informationen von Monitor und stern Sonderzahlungen von Ratiopharm erhalten haben sollen, aufschlussreiche Ergebnisse festgestellt: Gegenüber seinem durchschnittlichen Marktanteil von [...]
Angesichts neuer Pläne für kurzfristige Einsparungen im Gesundheitssystem hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zur Erarbeitung einer echten Gesundheitsstrategie aufgerufen. „Die politischen Akteure drehen sich im Kreis“, konstatierte der Vorstandsvorsitzende [...]