22.05.2007
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Die im April in Kraft getretene Gesundheitsreform krankt unter anderem daran, dass sie keine Vorsorge für den demografischen Wandel vorsieht - etwa in Form von Elementen der Kapitaldeckung. Dabei gab die Krankenversicherung der Rentner 2006 mit 3.768 Euro je Versicherten bereits dreimal so viel aus wie die allgemeine Krankenversicherung der Erwerbstätigen.
DocCheck hat im April 2007 eine umfangreiche Patientenbefragung durchgeführt, an der insgesamt mehr als 8.000 Personen teilnahmen. Ziel der Erhebung war es, in Erfahrung zu bringen, ob die Maßnahmen der Gesundheitsreformen 2004 und 2007 der Bevölkerung bekannt sind und wie Patienten diese Reformen einschätzen.
Die AG Gesundheit führte anlässlich der Beratungen im Bundestag über das Gesundheitsreformgesetz Ende 2006/Anfang 2007 Gespräche mit den gesundheitspolitischen Sprechern aller Fraktionen. Alle waren bereit zu einem solchen Gespräch, mit Ausnahme der CDU/CSU, die sich wegen Arbeitsüberlastung entschuldigte.
Die Renten werden zum 1. Juli 2007 erstmals nach mehreren Jahren wieder steigen können. Mit dem Beschluss der sogenannten Rentenwertbestimmungsverordnung durch das Bundeskabinett werden nach Zustimmung des Bundesrats die gesetzlichen Altersbezüge zur Mitte des Jahres um 0,54 Prozent angehoben.
Die Ausgaben beliefen sich für Gesundheit im Jahr 2005 auf insgesamt 239,4 Milliarden Euro oder 10,7% des Bruttoinlandsproduktes. Dies war im Vergleich zum Jahr 2004 ein Plus von 5,6 Milliarden Euro oder 2,4%, nachdem die Gesundheitsausgaben 2004 nahezu stagnierten (+ 0,0%).
Das deutsche Gesundheitssystem ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor und besser als sein Ruf. Dass es mehr Wettbewerb und weniger Staat verträgt, darüber waren sich die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger, CDU, und der Sozialdemokrat Bert Rürup auf dem DRG-Forumplus in Berlin einig.
Die Bürger kommt nach einer Analyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Unfähigkeit der Großen Koalition in Berlin, sich auf eine Reform der Pflegeversicherung zu einigen, teuer zu stehen. Eigentlich müsste seit einem dreiviertel Jahr alles klar sein - jedenfalls wenn man den Koalitionsvertrag als Maßstab nimmt.
26.03.2007
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Hält die Finanzpolitik an ihrem bisherigen Kurs fest, steigt die Staatsverschuldung von heute knapp 68 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis zum Jahr 2050 auf 239 Prozent des BIP. Um bis 2017 die im Maastrichter Vertrag vorgesehene Verschuldungsquote von 60 Prozent des BIP zu erreichen, müssten von 2007 bis 2016 jährliche Budgetüberschüsse von 8,5 Milliarden Euro erzielt werden.
Doppeluntersuchungen, verlorene Krankenberichte oder Wartezeiten bei Operationen. – Vor der eigentlichen Behandlung erleben Patienten mitunter eine Odyssee durch das Gesundheitswesen. Die integrierte Gesundheitsversorgung (IGV) will solche Abläufe vermeiden. [...]
2006 ist die Zahl der Ärzte in Deutschland weiter gestiegen. Ende des Jahres waren 311.230 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Die Zuwachsrate betrug 1,2 Prozent und ist damit deutlich höher als 2005 (0,4 Prozent).
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Die demografische Entwicklung allein wirkt sich auf die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung weniger dramatisch aus als von vielen befürchtet. Das schreibt der Wirtschaftweise Prof. Bert Rürup in einem Beitrag für die neue Ausgabe des AOK-Magazins "Gesundheit und Gesellschaft".
Die Opposition hat formale Mängel in dem vor einem Monat verabschiedeten Gesetzestext zur Gesundheitsreform zum Anlass für neuerliche generelle Kritik an dem Vorhaben genommen. Politiker von FDP und Linksfraktion kritisierten am Donnerstag, dass die Reform der großen Koalition auch gravierende inhaltliche Fehler aufweise.