Die Gesundheitsreformen der vergangenen Jahre und das in der Folge gewandelte Gesundheitsverhalten der Bevölkerung haben das traditionelle Rollenbild von Ärzten weiter verändert: Endgültig vorbei die Zeiten, in denen "Halbgötter in Weiß" einem überwiegend passiven, versorgungsorientierten und uniformen "Patientengut" gegenüberstanden.
Derzeit kommen Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen erst dann zu den Spezialisten, wenn sie bereits lange Jahre von einer Vielzahl von Ärzten vergeblich behandelt wurden. Dann ist die Chronifizierung ihrer Schmerzen bereits so weit fortgeschritten, dass die Experten bestenfalls die Schmerzen lindern können. Das bedeutet nicht nur viel Leid für die Betroffenen, sondern auch eine enorme Kostenbelastung für das Gesundheitswesen.
Die GEK ist nicht nur die kundenfreundlichste Krankenkasse Deutschlands, sie darf das auch sagen. Dies ist jetzt wieder gerichtlich bestätigt worden. Das Sozialgericht Düsseldorf wies den Antrag auf einstweilige Verfügung einer Ortskrankenkasse im Westen Deutschlands ab, die der GEK verbieten lassen wollte, sich dementsprechend zu bezeichnen.
Bei der Anzahl der Arztbesuche liegen Deutsche weltweit ganz vorne. Das ergab der jetzt veröffentlichte GEK Report ambulant-ärztliche Versorgung. Erstmals konnten dafür versichertenbezogene Daten in repräsentativer Größenordnung ausgewertet werden. Zwischen 1990 und 2004 ist die Arztdichte um rund 40 Prozent gestiegen. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass jeder Bundesbürger im Schnitt 16,3 mal pro Jahr zum Arzt geht.
Wenige Tage vor Beginn der Bundestagsanhörungen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband den Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform kritisiert. "Schon der Titel des Gesetzes "zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung" ist irreführend," sagte Vorstand Prof. Edda Müller. "Unter den Kassen wird es gerade nicht mehr, sondern weniger Wettbewerb geben."
Im Vorfeld seiner 110. Hauptversammlung in Berlin hat der Ärzteverband Marburger Bund (MB) zu einem Boykott der Gesundheitsreform aufgerufen. Das Vorhaben der Bundesregierung sei keine „echte“ Reform, sondern diene lediglich dem Machterhalt von Frau Merkel und Herrn Müntefering.
Eine aktuelle Studie zeigt welche Faktoren die Zufriedenheit von Assistenzärzten in Deutschland beeinflussen. Dabei wird deutlich, dass Assistenzärzte mit ihren Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen wesentlich unzufriedener sind als mit der Entlohnung.
Etwa zwei Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland sind Tag und Nacht auf fremde Hilfe angewiesen, wenn sie sich im Bett umdrehen wollen. Eine neue, in Hamburg erfundene Umlagerungshilfe verbessert die unangenehme Situation der Betroffenen.
Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs wird nach Einschätzung des BPI Auswirkungen auf die geplante Gesundheitsreform haben. Wie das Handelsblatt berichtete, hat der EuGH in seinem Urteil festgestellt, dass das Verfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Erstellung der OTC Erstattungsliste gegen EU-Recht verstößt.
Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Änderung des Vertragsarztrechts und anderer Gesetze in 2./3. Lesung beschlossen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Mit dem heutigen Beschluss lösen wir den Arztberuf von alten Standesfesseln und machen ihn attraktiver.
Zur 1. Lesung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum: „Die Kliniken verbinden mit der Aufnahme des parlamentarischen Verfahrens die Erwartung, dass das Problem dieser Reform mit dem Sanierungsbeitrag der Krankenhäuser einer sachlichen und ausgewogenen Diskussion zugeführt wird.