Erste Implantation eines Monitorsystems
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06.10.2005
Quelle: Medizinische Fakultät der LMU München
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Erste Implantation eines Monitorsystems bei Patienten auf der Warteliste für eine Herztransplantation. Diese Woche wurde in der Herzchirurgischen Klinik des Klinikums der Universität München in Großhadern zum ersten Mal zwei Patienten, die auf der Warteliste für eine Herztransplantation stehen, [...]
[...] ein Monitor-System (Medtronic Chronicle®) implantiert, welches kontinuierlich Puls und Blutdruck im Herzen misst und aufzeichnet. Das Gerät ist nicht größer als ein Herzschrittmacher und wird in gleicher Weise in Lokalanästhesie im oberen Brustbereich implantiert. Die mit dem Chronicle® verbundene Sonde zur Messung des Blutdrucks befindet sich in der rechten Herzkammer. In regelmäßigen Abständen werden die gespeicherten Werte vom Patienten von zu Hause über ein Fernabfragegerät an die Klinik übermittelt.
„Mit Hilfe der aufgezeichneten Daten können wir die medikamentöse Behandlung der Herzinsuffizienz des Patienten besser kontrollieren und Verschlechterungen des klinischen Zustandes frühzeitig erkennen“, erklärt Privatdozent Dr. Michael Schmoeckel, Oberarzt an der Herzchirurgischen Klinik. In diesem Fall können die Patienten dann stationär aufgenommen, gegebenenfalls intensivmedizinisch behandelt und auf der Dringlichkeitsliste bei Eurotransplant höhergestuft werden. Derzeit stirbt in Deutschland immer noch jeder fünfte Patient auf der Warteliste für eine Herztransplantation. „Von der intensiveren Überwachung dieser schwer kranken Patienten mit dem Monitorsystem versprechen wir uns eine signifikante Senkung der Sterblichkeit auf der Warteliste“, betont Michael Schmoeckel.
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