Freitag, 21. November 2008
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Vertrag zur integrierten Versorgung: diabetischer Fuß

18.10.2005 Quelle: Asklepios Kliniken   

Seit dem 1. September kann der Hausarzt oder die Diabetes Schwerpunktpraxis Versicherte der AOK Brandenburg und der Betriebskrankenkassen  mit einem Risikofuß oder einem diabetischen Fußsyndrom in das ambulante Fußzentrum (AFZ) der Asklepios Klinik Birkenwerder zur interdisziplinären Betreuung überweisen.

In einem fachübergreifenden Konsilium, dem Diabetologe, Orthopäde, Gefäßchirurg, Podologe und Orthopädieschuhmacher angehören, werden die Patienten behandelt. Auch andere Behandlungspartner wie Krankenhaus oder Rehabilitationsklinik werden einbezogen.

Den integrierten Versorgungsvertrag zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms gibt es erstmalig in Ostdeutschland.

Er wurde von der Asklepios Klinik Birkenwerder mit der AOK für das Land Brandenburg und dem BKK-Landesverband Ost abgeschlossen.

Er ist der zweite dieser Art in Deutschland und beinhaltet insbesondere das Behandlungsangebot der interdisziplinären Fußambulanz der Asklepios Klinik Birkenwerder als Ergänzung zu den strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP)  der AOK und der Betriebskrankenkassen für Diabetiker.

Der Vertrag umfasst ebenso die notwendige Versorgung mit Arznei- und Verbandmittel sowie die Verordnung von Hilfsmitteln.

Die Spezialsprechstunde der Fußambulanz findet an zwei Tagen in der Woche statt.  Sprechzeiten und weitere Informationen zeigt  die Informationsbroschüre der Asklepios Klinik „für die Versorgung von Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom oder Hochrisikofüßen in Brandenburg“ auf.

Hintergrundinformation: Was ist ein diabetischer Fuß?

Der diabetische Fuß ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, über die jeder Diabetiker gut Bescheid wissen sollte.

Denn negative Tatsachen sind: Diabetiker sind etwa 40mal häufiger von Fußamputationen betroffen als Nichtdiabetiker.

In Deutschland werden jährlich rund 28.000 Amputationen bei Zuckerkranken durchgeführt. Etwa 80 bis 90 Prozent der Amputationen auf Grund des diabetischen Fußsyndroms ließen sich durch richtige Vorbeugung oder frühzeitige Therapie verhindern.

Die Behandlung eines diabetischen Fußes gehört in die Hände eines Diabetesarztes oder einer Diabetes-Fußambulanz. Hier finden Sie geschulte Fachleute, die sich mit den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten dieser Folgeerkrankung bestens auskennen. Das Entstehen eines diabetischen Fußes wird oft nicht wahrgenommen.

Erst wenn sich Geschwüre oder schwer heilende Wunden bilden, der Fuß also "symptomatisch" wird, bemerken viele Diabetiker diese Folgeerkrankung. Das Risiko, an einem symptomatischen diabetischen Fußsyndrom (DFS) zu erkranken steigt, je länger der Diabetes mellitus besteht und je schlechter die Blutzuckerwerte langfristig eingestellt sind. Dies gilt für  Typ-1-und Typ-2-Diabetiker gleichermaßen.

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