Freitag, 25. Juli 2008
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Marion Caspers-Merk: Chancen der Gesundheitswirtschaft nutzen

04.12.2005 Quelle: BMGS   

2004 betrugen die Ausgaben im Gesundheitswesen insgesamt rd. 240 Mrd. Euro, davon entfielen rd. 140 Mrd. Euro auf die gesetzliche Krankenversicherung. Die Gesundheitswirtschaft mit rund 4,2 Millionen Arbeitsplätzen gilt als „Jobmaschine Nummer Eins“.
 

Es gibt über 3.000 Krankenhäuser und Vorsorge- bzw. Reha-Einrichtungen, der deutsche Medizinproduktemarkt mit ca. 100.000 Beschäftigten gilt als Zukunftsmarkt mit hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Die deutschen Unternehmen erzielen 50 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die weniger als zwei Jahre alt sind. Sie sind in der Medizintechnik weltweit drittgrößter Anbieter. Auch die Pharmaindustrie gehört zu den leistungsfähigsten und produktivsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Neben den Kernbereichen der Gesundheitswirtschaft, von Ärzten bis Apotheken, gibt es eine Vielzahl von Anbietern im Gesundheitstourismus und von Wellnes, Sport- und Freizeitangeboten. „Mecklenburg-Vorpommern ist das beste Beispiel für eine Region, die dieses Potenzial erkannt und genutzt hat“, so die Parlamentarische Staatssekretärin .


Marion Caspers-Merk hob die Bedeutung des medizinisch-technischen Fortschritts zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels hervor: „Ich denke in diesem Zusammenhang auch an unsere Gesellschaft des längeren Lebens. Wie wird die zunehmende Zahl älterer Menschen sich fit halten und ihren Alltag meistern – und wer bietet entsprechende Produkte an? Welche Krankheiten werden zunehmen, und mit welchen neuen Medikamenten werden sie behandelt? Hier gibt es enormes Potenzial und damit ein berechtigtes Interesse der Politik, den Gesundheitsstandort Deutschland weiter zu stärken.“
Als weitere Beispiele für die Innovationsfähigkeit des Gesundheitsstandorts Deutschland benannte die Parlamentarische Staatssekretärin unter anderem die elektronische Gesundheitskarte.

Gleichzeitig betonte sie, dass medizinischer Fortschritt untrennbar mit der Frage der Ressourcen verbunden sei: „Es gibt Behandlungen, die mehrere zehntausende Euro, manchmal hunderttausende kosten. All dies wird von den Krankenkassen bezahlt, und zwar ohne Ansehen des Alters und des Geldbeutels der Patienten. Ich will, dass auch in Zukunft medizinischer Fortschritt für alle bezahlbar bleibt. Deswegen werden wir Wirtschaftlichkeitsreserven erschließen, die es ohne Zweifel in unserem Gesundheitswesen gibt. Wertvolle Ressourcen zu vergeuden, ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern zutiefst unethisch. Jeder Euro, der für eine überflüssige oder qualitativ schlechte Versorgung ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle. Deshalb muss der mit der Gesundheitsreform eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden.

Dazu gehört, Einsparpotenziale in der Arzneimittelversorgung zu nutzen, den Wettbewerb zu stärken, Qualitätssicherung auszubauen und eine bessere Verzahnung der verschiedenen Sektoren voranzutreiben.“

 

 



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