| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Zukunftstrends
Nutzlose Gesundheitsförderung bei krankmachender Unternehmenskultur?
Gesundheits- Förderung im Betrieb ist in! Neue Gesundheitspreise werden verliehen und Gesundheitsprogramme von Unternehmen gefördert. Doch was, wenn die Unternehmenskultur, die im wesentlichen das Betriebsklima des Unternehmens bestimmt, krank macht?
Ursachen der betrieblichen Leiden
Immer stärker werden die Klagen über Verfall der innerbetrieblichen Sozialstruktur und des schlechten Betriebsklimas. Die sozialen Leiden und damit ein Leistungsverfall vergrößern sich. Die Ursachen dafür sind vielfältig:
Niedrige Krankenstandstage problematisch
Rühmen sich Unternehmen wie Versicherungen oder vor allem Banken mit einer Senkung der Krankenstandstagen auf 4 Tage im Jahr (Österreich-Schnitt ca. 10 Tage/Jahr) pro Mitarbeiter, so sind diese Zahlen nicht unbedingt auf gesundheitsfördernde Maßnahmen, sondern oftmals auf ein „Klima der Angst und des Schreckens zurück zu führen“.
Immer mehr ArbeitnehmerInnen gehen krank oder im Zustand der Halbgesundheit zur Arbeit aus Angst den Job zu verlieren. Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, zeigt eine Umfrage bei praktischen Ärzten. Die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, wirkt sich somit nicht nur äußerst gesundheitsschädigend aus, sondern durch innere Kündigung und chronische Erschöpfung lähmend auf das Unternehmen. Lieber krank, dafür nicht arbeitslos? Und weiter wird in oberflächliche, imageträchtige Projekte und Kampagnen investiert und eifrig gefördert.
Ein Ausweg: Eine neue Gesundheits- und Sozialkultur
Auf dem Nährboden einer positiven Unternehmenskultur, einer Kultur des Vertrauens und der Offenheit kann sich Gesundheitsförderung entwickeln. Echte betriebliche Gesundheitsförderung kann aber auch zur Entwicklung einer Kultur des Vertrauens und der Kooperation beitragen. Nur qualifizierte Gesundheitsförderung führt zur Bindung an das Unternehmen, zur Arbeitsfreude, zur Verringerung von Fehlern und zur Leistungssteigerung.
Ein modernes, wissensorientiertes und lernendes Unternehmen kann nur dann produktiv arbeiten, wenn folgende Faktoren zutreffen:
Zusammenfassung:
Was tatsächlich benötigt wird, ist ein neu verstandenes Qualitätsmanagement für Leben und Arbeit. Ein gesundes Unternehmen braucht für die großen Veränderungen des 21. Jahrhunderts
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