| Freitag, 25. Juli 2008 |
Gesundheit
Soziale Angst ist nach Depression die zweithäufigste seelische Störung
Soziale Angst ist nach Depression die zweithäufigste seelische Störung und betrifft ca. 7-10% der Bevölkerung, wobei sowohl Frauen als auch Männer darunter leiden. Das Störungsbild einer Sozialen Angststörung ist gekennzeichnet durch eine anhaltende und ausgeprägte Angst vor [...]
[...] einer oder mehreren Situationen, in denen die Betroffenen mit unbekannten Personen konfrontiert sind oder in denen sie von anderen beurteilt werden könnten.
Die Angst schränkt das allgemeine Leben der Betroffenen, ihre berufliche Leistung oder ihre zwischenmenschlichen Kontakte erheblich ein. Viele Betroffenen nehmen aufgrund der bestehenden Ängste keine professionellen Hilfsangebote in Anspruch und suchen keine Selbsthilfegruppen auf. Neuartige computergestützte Therapieformen stellen nun eine moderne und erfolgversprechende Alternative dar.
In den letzten Jahren wurden international auf vielen Gebieten der Psychotherapie erstaunliche Erfolge durch computergestützte Formen der Selbstbehandlung erzielt. So fand z.B. eine Arbeitsgruppe um den schwedischen Forscher Per Carlbring im Jahr 2004, dass eine über das Internet angebotene Selbsthilfebehandlung kombiniert mit einem minimalen E-Mail-Kontakt zu einem Therapeuten bei Panikstörungen genauso effektiv sein kann wie die traditionelle Kognitive Verhaltenstherapie.
Die zwei Patientengruppen unterschieden sich nicht bedeutsam in ihrem Behandlungserfolg. Beide Behandlungsformen führten zu bedeutsamen Veränderungen in den Hauptsymptomen sowie hinsichtlich der Depressionswerte und der Lebensqualität. Folgeuntersuchungen, die ein Jahr nach Beendigung der Behandlungen erhoben wurden, bestätigten dieses Ergebnis.
Auch eine australische Forschergruppe um Helen Christensen fand im Jahr 2004 in Zusammenhang mit der Behandlung von Depressionen, dass eine Selbsthilfebehandlung, angeleitet über spezielle Internetseiten, wirksam ist. Sowohl eine Internetseite, die Wissen über Depressionen und deren Behandlungsmöglichkeiten anbot, als auch eine Internetseite, die Betroffene zur Selbsthilfebehandlung nach den Prinzipien der Kognitiven Verhaltenstherapie anleitete, konnten dazu beitragen, die Symptome von Depressionen zu verringern. Außerdem kam es zu einer Verringerung negativer Gedanken und gleichzeitig zu einem wichtigen Zuwachs an Wissen über medizinische, psychologische und lebensstilbezogene Behandlungsmöglichkeiten.
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