| Freitag, 29. August 2008 |
Gesundheit
Soziale Angst ist nach Depression die zweithäufigste seelische Störung Durch die Behandlungen wird die Verarbeitung angstauslösender Situationen verändert und die Betroffenen lernen, wie sie mit der Angst besser umgehen können, indem sie neue Fertigkeiten für den Umgang mit der Angst erlernen und üben. Dies geschieht entweder gänzlich unter der Anleitung durch einen Therapeuten, oder, in der neuen, etwas abgewandelten Behandlungsmethode, durch die Kombination von einer computergestützten Selbstbehandlung, die der Patient selbstständig zuhause durchführen kann, und therapeutengeleiteter Behandlung.
Das Störungsbild einer Sozialen Angststörung ist gekennzeichnet durch eine anhaltende und ausgeprägte Angst vor einer oder mehreren Situationen, in denen die Betroffenen mit unbekannten Personen konfrontiert sind oder in denen sie von anderen beurteilt werden könnten wie z.B. in Vortragssituationen, bei öffentlichem Schreiben, Trinken oder Essen. Das Aufsuchen einer gefürchteten Situation ruft fast immer eine sofortige Angstreaktion hervor.
Die Betroffenen fangen an z.B. zu zittern, schwitzen oder werden rot. Obwohl sie erkennen, dass ihre Angst übertrieben oder unbegründet ist, vermeiden sie die gefürchteten Situationen oder ertragen sie nur unter großer Angst. Dies schränkt ihr allgemeines Leben, ihre berufliche Leistung oder ihre zwischenmenschlichen Kontakte erheblich ein. Soziale Ängste verursachen erhebliches seelisches Leid. Soziale Angst ist nach Depression die zweithäufigste seelische Störung und betrifft ca. 7-10% der Bevölkerung, wobei sowohl Frauen als auch Männer darunter leiden.
Zur Durchführung der Behandlungsstudie werden Personen zwischen 18 und 60 Jahren gesucht, die aktuell unter einer Sozialen Angsterkrankung leiden. Es sollten derzeit keine anderen schwerwiegenden körperlichen oder seelischen Erkrankungen vorliegen. Betroffene zwischen 18 und 60 Jahren, die sich für die neuartige Behandlungsmöglichkeit an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin am ZI interessieren, können unverbindlich Kontakt zu den Projektmitarbeitern aufnehmen.
Das ist entweder telefonisch über das Sekretariat unter der Telefonnummer 062/1703-4023 oder per E-Mail an die Adresse sozialephobie@zi-mannheim.de möglich. Hier bekommen Interessierte auch Informationen über ein weiteres Projekt zur Erforschung der Entstehung und Chronifizierung sozialer Ängste, das am Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie am ZI durchgeführt wird.
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