Samstag, 22. November 2008
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Seniorinnen und Senioren unterstützen die Kommunen

14.03.2006 Quelle: Bundesregierung   

Foto: picture-allianceDie Idee ist nicht neu und dennoch ein wenig in Vergessenheit geraten. Bereits in der Antike galten der Rat und die Erfahrungen der Alten und Weisen als nützlich und unentbehrlich. Dies kann und sollte auch in einer modernen Gesellschaft wieder der Fall sein.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berät deshalb in einem neuen Modellprojekt zwölf Kommunen beim Aufbau einer innovativen Altenarbeit.

Dem Projekt "Selbstorganisation älterer Menschen" liegt die Überlegung zu Grunde, dass es sich für Kommunen lohnt, neue Formen des Engagements von älteren Menschen aktiv zu unterstützen. Denn ältere Menschen sind häufig zu freiwilligem Engagement bereit - für Leistungen, die die Kommunen nicht länger alleine erbringen können.

"Die ältere Generation verfügt über eine sehr gute Bildung und viel Zeit. Vor allem sind die Älteren von heute gesünder als jemals zuvor", erläutert Ludger Klein vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS). Das ISS betreut das Modellprojekt im Auftrag des Bundesministeriums.

"Big Friends" und "Business Angels"

Die Einsatzgebiete für aktive Seniorinnen und Senioren sind genauso vielfältig wie ihre Interessen: Ältere Menschen sind gefragt als Bademeister in Schwimmbädern, als Experten in Bibliotheken und Helfende in Altentagesstätten und Jugendtreffs. Sie bieten Handarbeits- und Kochkurse an und kümmern sich um die Pflege von Stadtparks. Oder sie betreuen Kinder. Zum Beispiel bei der Organisation Biffy (Big Friends for Youngsters).

Mehr und mehr kommt in Deutschland auch das Konzept der so genannten Business Angels auf. Dabei bieten Rentnerinnen und Rentner jungen unerfahrenen Unternehmern ihre Hilfe an. Mit Rat und Tat stehen sie den jungen Menschen im Arbeitsleben beiseite.

Zwölf Schwellenkommunen gesucht

Nun sind die Kommunen aufgerufen, sich zu bewerben. Insgesamt zwölf Städte können an dem Modellprojekt teilnehmen. Dort sollten bereits Infrastruktureinrichtungen des bürgerschaftlichen Engagements bestehen, die die Bürgerbeteiligung im Rahmen des Projektes unterstützen können. Das können Seniorenbüros, Ehrenamts- beziehungsweise Freiwilligenagenturen oder Initiativen und Vereine sein.

"Wir suchen vor allem so genannte Schwellenkommunen", sagt Klein. Dabei handelt es sich um Kommunen, die zwar Ansätze in die richtige Richtung haben, "jedoch noch nicht ohne Beratung auskommen".

Das ISS wird die Erfahrungen der Kommunen und der Freiwilligen auswerten und die Kommunen beim Überleitungsprozess der Bürgerbeteiligung beratend begleiten.

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