| Samstag, 22. November 2008 |
Management
Breitband weckt Wachstumspotentiale
Ein weiterer Ausbau von Breitband-Internetzugängen weckt wichtige Wachstumspotentiale in der deutschen Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine der beiden Studien, welche von den Partnern der Deutschen Breitbandinitiative auf der CeBIT vorgestellt wurde.
Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernd Pfaffenbach: "Breitband ist eine wesentliche Basisinnovation mit erheblichen positiven Auswirkungen für die Gesamtwirtschaft. Geschäftsmodelle, Prozesse sowie Hard- und Softwaretechnologien sind daraufhin neu auszurichten". Nach Ansicht der Bundesregierung sollen 98 % aller deutschen Haushalte ab 2008 die Möglichkeit für einen Zugang zu einem breitbandigen Internet-Anschluss haben. "Mit der angestrebten 95 %-DSL-Abdeckung und unter Einrechnung der Funktechnologien ist eine Flächendeckung von 98 % in zwei Jahren erreichbar", so Pfaffenbach.
In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland um jeweils ca. 50 % auf 10,7 Mio. Ende 2005. Der Wettbewerb im Breitbandmarkt hat gerade in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Neben der in Deutschland dominierenden DSL-Übertragung wird nunmehr auch verstärkt das Fernsehkabelnetz ausgebaut. Zudem sind erste Angebote auf Basis von Funktechnologien gestartet. Dies und die gestiegene Nachfrage nach Breitbandanschlüssen führen dazu, dass zunehmend auch Gebiete erschlossen werden, die bisher nicht mit breitbandiger Übertragungstechnik versorgt sind.
Die zweite Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Potenziale der Breitbandtechnologien noch besser genutzt werden müssen. Daher fordern die Partner dazu auf, Erfolgsfaktoren wie den Aufbau breitbandbasierter Geschäftsmodelle, Anwendungen und Inhalte zu stärken. Die Unterhaltungsindustrie hat mit Musik-Downloads die Chancen erkannt und erste Trends für mehr Breitbandnutzung gesetzt. Langfristig bieten die Bereiche E-Commerce, E-Government, E-Health und E-Learning viel versprechende Anreize.
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben sich durch die zunehmende Breitbandnutzung erhebliche Marktchancen. KMU sind gefragte Innovatoren, was die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Anwendungen und Inhalte auf Breitbandbasis anbetrifft und damit einer der wesentlichen Treiber. Zudem profitierten sie auch selbst davon, ihre eigenen Geschäftsprozesse durch Breitbandnutzung effizienter gestalten zu können. Mehr als 2/3 der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern nutzen bereits heute Breitband, bei den Kleinstunternehmen sind es aber erst 36 Prozent.
Die Partner der Breitbandinitiative (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Initiative D21 und BITKOM) werden ihre Kooperation fortsetzen und besonders bei den Themen Flächendeckung, Mittelstand sowie Inhalte und Anwendungen intensivieren. Als nächsten Schritt kündigten die Partner ein Gipfeltreffen mit Vertretern der Content-Industrie an.
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