| Samstag, 22. November 2008 |
Zukunftstrends
Hohe Qualitätsstandards in diakonischen Altenpflegeeinrichtungen Fast alle Altenpflegeeinrichtungen der Qualitätsgemeinschaft Diakonie arbeiten nach den Richtlinien des Diakonie-Siegels Pflege. Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei den Mitgliedseinrichtungen. „Die Entwicklung und die Einführung unserer Qualitätsstandards ist uns auf breiter Basis gelungen“, [...]
sagt Jens-Peter Schröder, Vorsitzender der Qualitätsgemeinschaft Diakonie. Danach haben 89 % ihr Pflegeleitbild erarbeitet, 81 % haben ein funktionierendes Beschwerdemanagement etabliert, 80 % sorgen für die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Die Ergebnisse zeigen, dass wir unser Versprechen, Pflege auf höchstem Niveau dauerhaft zu leisten, halten.“ Nach den Richtlinien für das Diakonie-Siegel Pflege zu arbeiten heißt mit einem Qualitätsmanagementsystem zu arbeiten, in dem alle Abläufe in einer Altenpflegeeinrichtung geregelt sind. Das Diakonie-Siegel ist vergleichbar ist mit den Anforderungen von DIN ISO 2001, nur dass zusätzlich die Erfüllung der diakonischen Leitlinien gefordert ist.
„Mit der Einführung der Diakonie-Siegel-Richtlinien eine der Grundvoraussetzungen für die Zertifizierung einer Einrichtung gesichert“, so Jens-Peter Schröder weiter. Bisher sind von den 69 Mitgliedseinrichtungen schon 20 Einrichtungen zertifiziert, bis Ende des Jahres werden es aller Voraussicht nach 25 sein. Schröder: „Damit sind 35 Prozent unserer Mitgliedseinrichtungen ausgezeichnet. Angesichts des erheblichen personellen und finanziellen Aufwands ist das eine beachtliche Leistung.“
1997 hat sich die Qualitätsgemeinschaft Diakonie gegründet. Ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist das Landesrahmenhandbuch für das Diakonie-Siegel Pflege, das es seit 2000 gibt und seit 2002 bundesweit gilt. In dem Buch sind die Richtlinien definiert, was „Qualität“ in der Pflege ist und wie eine Einrichtung sie erlangt, durch Verfahrensanweisungen für Arbeitsabläufe, die Erstellung und Fortführung der Pflegedokumentation für jeden betreuten Menschen oder Regelungen für ein Beschwerdemanagement. Damit wird ein hoher Qualitätsstandard in der täglichen Arbeit sichergestellt. Am Ende steht dann die Zertifizierung nach dem Diakonie-Siegel Pflege. Vom Beginn und der Einführung des Qualitätsmanagementsystems in einer Einrichtung bis zum Siegel dauert es zwischen zweieinhalb und drei Jahren.
Zur Qualitätsgemeinschaft Diakonie gehören 69 Altenpflegeeinrichtungen (38 Alten- und Pflegeheime, 6 Tagespflegestätten und 25 ambulante Pflegedienste in Hamburg). Rund 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen und versorgen mehr als 26.000 Menschen. Die Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft haben sich darauf verpflichtet, im Interesse der betreuten Menschen eine möglichst hohe Qualität in der Pflege zu sichern und weiter zu entwickeln.
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