| Samstag, 22. November 2008 |
Management
B. Braun Melsungen AG steigert Umsatz und Gewinn Der B. Braun-Konzern, weltweit tätiger Versorger des Gesundheitsmarktes, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 zurück und hat den Umsatz um 8,3 Prozent auf 3026,2 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 10,7 Prozent auf 208,7 Millionen Euro.
In absoluten Werten erzielte B. Braun den höchsten Umsatzzuwachs im US-Markt, die größten relativen Wachstumsraten des abgelaufenen Jahres konnte der Konzern in Lateinamerika (+ 29,9 Prozent) und Asien (+ 13,6 Prozent) erzielen.
Während sich die europäischen Märkte nahezu zweistellig im Umsatz entwickelten, führten die anhaltenden Diskussionen um Sozial- und Steuerreformen in Deutschland, aber auch die sich verstärkende Tendenz zu Klinikprivatisierungen zu Investitionszurückhaltung der Kunden. Mit 2,2 Prozent wuchs der deutsche Absatz nur unterproportional; sein Anteil am Konzernvolumen liegt bei 22,5 Prozent.
Ausblick
B. Braun geht davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Weltmarkt für medizinische und pharmazeutische Produkte nicht wesentlich verändern werden. Der Konzern erwartet für 2006 ein Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent und will den Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2006 auf 180 Millionen Euro steigern.
In den nächsten drei Jahren plant B. Braun Investitionen in einer Höhe von mehr als 1 Milliarde Euro.
Über 30 Prozent aller Investitionen werden am Standort Deutschland getätigt. Geplant sind hier u. a. die Erweiterung der Infusionslösungsfertigung L.I.F.E., der Ausbau der Infusionsgeräteproduktion im Werk Pfieffewiesen am Standort Melsungen und die Erweiterung der Dialysatorenfertigung in Berggießhübel und Radeberg (beides in Sachsen).
Am Standort Tuttlingen sind der Neubau eines Logistikgebäudes und die räumliche Erweiterung des Bereiches Forschung und Entwicklung vorgesehen. Darüber hinaus plant B. Braun Kapazitätserweiterungen in der Infusionslösungsfertigung in den USA, die Erweiterung von Produktionskapazitäten in bestehenden Fabriken in Südamerika und Spanien sowie den Bau oder die Erweiterung von Fertigungen in China, Indien und Malaysia.
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