Selbstmedikation ohne Arzt und Apotheker
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04.04.2006
Quelle: psychonomics AG
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Zwei von fünf Deutschen (40%) kaufen freiverkäufliche Medikamente mittlerweile außerhalb von Apotheken in Drogerien, Reformhäusern, Supermärkten oder bei Discountern ein. Weitere 24 Prozent stehen dem Kauf der so genannten "OTC-Präparate" außerhalb von Apotheken aufgeschlossen gegenüber.
36 Prozent der Verbraucher sind hingegen "exklusive Apothekenkäufer": sie können sich den Einkauf der zur Selbstmedikation freigegebenen Arzneimittel auch in Zukunft nur in der Apotheke vorstellen. Dies zeigt die Studie "Health Care Monitoring" eines Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts zum Schwerpunktthema "OTC im Mass Market". Rund 1.500 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden im Herbst 2005 repräsentativ befragt.
Das monatliche Ausgabevolumen für OTC-Präparate wie freiverkäufliche Erkältungsmittel, leichte Beruhigungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Rheumasalben etc.) liegt nach Verbraucherangaben durchschnittlich bei 9,30 Euro und hat sich gegenüber 2004 um 8 Prozent erhöht. "Überzeugte Mass-Market-Käufer" (37%) geben mit 11,10 Euro durchschnittlich deutlich mehr für OTC-Produkte aus, als die etwa gleich große Gruppe der "exklusiven Apothekenkäufer" (9,00 Euro). Kunden von Reformhäusern kaufen zu 64 Prozent dort auch freiverkäufliche Medikamente ein; im Verhältnis deutlich häufiger als die Kunden von Drogeriemärkten (37%), Supermärkten (17%) und Discountern (17%).
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