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Ultraschall-Diagnostik bietet für zahlreiche medizinische Fragestellungen eine schonende Alternative zu belastenden strahlungsintensiven Untersuchungen. Zahlreiche Ärzte wenden die Sonographie an, viele beherrschen sie aber nicht gut genug, um eine verlässliche Diagnose zu stellen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) setzt sich daher für eine Qualitätsoffensive in der Ultraschalldiagnostik ein, von der der Patient unmittelbar profitiert. Ihr Konzept stellte die Fachgesellschaft im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vor.
Dannach sollen Patienten am DEGUM-Zertifikat erkennen können, ob ihr Arzt eine besondere Qualifikation nachgewiesen hat. Dieser Prüfung unterzögen sich Ärzte bislang freiwillig. Es geht dabei vor allem darum, Qualität zu generieren und diese auch transparent und damit den Patienten zugänglich zu machen. Das DEGUM-Zertifikat der Stufe 1 bescheinigt eine besondere Qualifikation auf dem Gebiet der Ultraschalldiagnostik. Untersucher mit besonders großer Erfahrung können nach mehreren Jahren ein Zertifikat der Stufe 2 erwerben. Wissenschaftlich ausgewiesene Ultraschall-Experten erhalten bei entsprechender Qualifikation ein Zertifikat der Stufe 3.
Dass es wirkt, belegen entsprechende Studien: Wenig erfahrene Ärzte stellen bei der Sonographie des Bauchraumes nur in etwa 40 Prozent der Fälle die richtige Diagnose. Ultraschall-Experten mit einem Zertifikat der Stufe 3 erreichen dagegen eine diagnostische Treffsicherheit von 95 Prozent. Besonders bewährt hat sich dieser Ansatz bereits in der Gynäkologie. In den alten Bundesländern führen Frauenärzte seit 1980 routinemäßig zwei Ultraschalluntersuchungen bei ihren schwangeren Patientinnen durch. Studien haben gezeigt, dass qualifizierte Ultraschallexperten bis zu 90 Prozent der Fehlbildungen beim Ungeborenen diagnostizieren. Die Routineuntersuchung deckt dagegen nur etwa 20 Prozent der Fälle auf.
In keinem europäischen Land führen Ärzte so viele Röntgenuntersuchungen durch wie in Deutschland. Korrekt angewendet kann Ultraschall belastende, strahlungsintensive Untersuchungen wie auch die Computertomographie in vielen Fällen ersetzen. Dafür ist eine einheitliche qualitativ hochwertige Ausbildung der Ärzte wie sie die DEGUM fordert unerlässlich.
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