| Sonntag, 20. Juli 2008 |
Gesundheit
BKK informiert Patienten in sechs Sprachen Ob Türkisch, Italienisch, Griechisch, Urdu oder Punjabi - im medizinischen CallCenter des BKK-MediService werden Anfragen und Gespräche rund um chronische Erkrankungen international geführt. Versicherte, die an einem Disease-Management-Programme (DMP) teilnehmen, werden hier professionell betreut.
Und zwar - wann immer es nötig und möglich ist - in ihrer Muttersprache. Zunächst erfolgt der Gesprächsversuch zwar in Deutsch, bei Bedarf wird der Anrufer jedoch an einen entsprechend sprachkundigen Mitarbeiter weitergeleitet. Dieser übernimmt dann die Beratung und kümmert sich um Fragen und Anliegen des Versicherten.
Migranten, die die deutsche Sprache nicht oder nur teilweise verstehen, haben es im deutschen Gesundheitswesen schwer. Sie können ihre Probleme und Anliegen oft nicht adressieren und wichtige Informationen über Behandlungsmöglichkeiten bleiben ihnen deshalb vorenthalten. Die fatale Folge: aufgrund der Sprachbarriere nutzen viele ausländische Mitbürger die Angebote des Gesundheitssystems nur unzureichend.
Sie sind deswegen aber nicht seltener krank. Bei manchen Erkrankungen scheint sogar das Gegenteil der Fall zu sein: eine Studie der Universität Gießen kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland lebende Türken doppelt so häufig an Diabetes erkranken wie Deutsche.
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