Freitag, 21. November 2008
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Telemedizin fürs Herz: Neues Versorgungsangebot startet in Hamburg

11.05.2006 Quelle: LBK Hamburg GmbH   

Ein neues telemedizinisches Versorgungsangebot soll die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzschwäche deutlich verbessern. Die im Hanseatischen Herzzentrum Hamburg vernetzten Asklepios Kliniken der LBK Hamburg GmbH nehmen an einem bundesweiten Projekt der Techniker Krankenkasse (TK) und der Deutschen Stiftung für chronisch Herzkranke teil.

Gemeinsam mit den die Patienten betreuenden niedergelassenen Ärzten setzen sich die Experten der Asklepios Kliniken auf verschiedenen Ebenen dafür ein, dass die Patienten ihre Krankheit besser bewältigen, Notfallbehandlungen im Krankenhaus nicht mehr notwendig werden und die Lebensqualität der Betroffenen steigt.

 

"Die Versorgung der Patienten bleibt in der Hand der niedergelassenen Ärzte", erklärte LBK-Geschäftsführerin Julia Kähning auf der heutigen Pressekonferenz: "Elektronische Vernetzung und engere Zusammenarbeit der im Hanseatischen Herzzentrum organisierten Kliniken mit den niedergelassenen Ärzten ermöglichen die kontinuierlich bessere Versorgung der teilnehmenden Patienten in ganz Hamburg."

Patienten mit Erkrankungen am Herzen sind physisch und psychisch besonders belastet. "Als chronische Herzinsuffizienz bezeichnet man eine fortschreitende, unzureichende Pumpfunktion des Herzens," erklärte Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck, Sprecher des Hanseatischen Herzzentrums: "Der Körper wird nicht mehr mit genügend Blut und Sauerstoff versorgt, die körperliche Leistungsfähigkeit lässt zunehmend nach." In fortgeschrittenen Stadien treten schon bei leichter Belastung Beschwerden wie Atemnot und bleierne Müdigkeit auf, hinzu kommen Flüssigkeitseinlagerungen. Allein in Deutschland sind rund 1,6 Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen, die Sterblichkeit ist mit Krebserkrankungen vergleichbar. Auch wenn die chronische Herzschwäche nicht heilbar ist, lässt sich der Krankheitsverlauf durch eine optimierte individuelle Betreuung positiv beeinflussen.

Von zentraler Bedeutung ist dabei die telemedizinische Betreuung. "Telemedizin ist innovativ und zukunftsträchtig zum Wohle und Nutzen des Patienten" sagte Dr. Dierk L. Ronneberger von der Deutschen Stiftung für chronisch Herzkranke. Sie betreibt das Telemedizinische Monitoring Center (TMC), das die medizinischen Daten der teilnehmenden Patienten überwacht, Schulungsunterlagen für Betroffene erstellt und ihnen rund um die Uhr mit kompetentem Rat zur Seite steht. Stellen die Experten des TMC eine eventuell bedrohliche Entwicklung fest, informieren sie den Patienten und den behandelnden Arzt, damit Therapie und Medikation rechtzeitig angepasst und Notfälle vermieden werden können.

Weitere Informationen:
http://www.asklepios.com/sanktgeorg/html/fachabt/herzzentrum/index.asp Hanseatisches Herzzentrum der LBK Hamburg GmbH
http://www.stiftung-telemedizin.de Deutsche Stiftung für chronisch Herzkranke
http://www.tk-online.de Techniker Krankenkasse
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