| Montag, 08. September 2008 |
Zukunftstrends
Geburtshilfe neu denken Schwangerschaft und Geburt sind die mit am stärksten kontrollierten Phasen im Leben einer Frau - und doch eigentlich das Normalste der Welt. Deswegen lautet Fazit und Titel der ersten wissenschaftlichen Studie zum Hebammenwesen in Deutschland: "Geburtshilfe neu denken". Die Dokumentation entstand in Kooperation mit dem Bund Deutscher Hebammen e.V. und durch Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung.
Die Arbeitsgruppe um Professorin Friederike zu Sayn-Wittgenstein von der Fachhochschule Osnabrück hat jetzt Ergebnisse der Untersuchung auf einem Symposium vorgestellt. Mit Hebammen, Politikerinnen und Ärztinnen diskutierten die Autorinnen des "Berichts zur Zukunft des Hebammenwesens in Deutschland" dabei über neue Anforderungen an den Berufsstand im Sinne einer optimalen Versorgung für Frauen und ihre Kinder.
"Der Bericht zeigt deutlich, dass das Potenzial in der Betreuung von Frauen und Familien noch nicht voll ausgeschöpft ist", fasst Professorin Wittgenstein die Ergebnisse zusammen. Heute liege das Hauptaugenmerk auf einer ärztlich dominierten medizinisch-technischen Betreuung, die diesen Lebensabschnitt in viele Einzelteile zergliedert. Dabei könnten Hebammen Familien durch diese Zeit lotsen: vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes, wie es in anderen europäischen Ländern üblich ist. "Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Förderung der jungen Familien, den die Hebammen durchaus leisten können und wollen", ist sich die Sprecherin des Verbunds Hebammenforschung sicher.
Kontakt:
Nicola Bauer, Dipl. Pflegewirtin
Fachhochschule Osnabrück
Phone: 0541/ 969-3682
Fax: 0541/ 969-3765
hebammenforschung@wi.fh-osnabrueck.de
www.hebammenforschung.de
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