| Sonntag, 12. Oktober 2008 |
Gesundheit
Vakuumsversiegelungstherapie: Noch keine guten Belege für den Nutzen Es gibt derzeit keine überzeugenden Belege, dass Wunden mit der Vakuumversiegelungstherapie (VVS) besser heilen als mit einer herkömmlichen Behandlungsmethode. Die VVS sollte deshalb in klinischen Studien weiter erprobt und vorläufig nicht in der Breite eingesetzt werden.
Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), den das Kölner Institut veröffentlicht hat. Die Wissenschaftler rechnen aber damit, dass in absehbarer Zeit weitere Studien abgeschlossen werden und es dann aussagekräftigere Belege für den Nutzen der VVS geben könnte. Sie empfehlen deshalb, die Methode in zwei bis drei Jahren erneut zu bewerten.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte das IQWiG beauftragt, anhand der vorhandenen Literatur zu bewerten, welchen Nutzen und welchen Schaden Patienten mit akuten oder chronischen Wunden von einer Behandlung mit VVS im Vergleich zu konventionellen Therapieformen erwarten können. Die VVS wird in Deutschland in Kliniken bereits seit vielen Jahren breit eingesetzt in der Hoffnung, sie könnte die Heilung von größeren Wunden beschleunigen. Im stationären Sektor wird sie von den gesetzlichen Kassen (GKV) erstattet, nicht jedoch im ambulanten Bereich. Dem G-BA liegt aber ein Antrag vor, wonach die VVS auch in der ambulanten Versorgung als Regelleistung anerkannt und zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen abgerechnet werden soll.
Qualität der Studien insgesamt mangelhaft
Bei ihrer umfassenden Recherche identifizierten die Kölner Wissenschaftler 17 Studien mit insgesamt 602 Teilnehmern, in denen die VVS mit einer traditionellen Wundbehandlung verglichen wurde und die zumindest einigermaßen zuverlässige Ergebnisse lieferten. Auch die methodische Qualität dieser Studien schätzen die Forscher aber als "schlecht" ein: Zu den häufigsten Mängeln gehört, dass es sogar innerhalb der Studien widersprüchliche Aussagen gab. In einigen Studien blieb zudem offen, ob die Daten in adäquater Weise erhoben wurden. Wichtig ist zum Beispiel, dass alle Patienten, die an einer Studie teilnehmen, auch in die Auswertung aufgenommen werden. Oft sind gerade die Patienten, die zum Beispiel wegen Nebenwirkungen oder Komplikationen die Therapie vorzeitig abbrechen, für die Beurteilung besonders wichtig. In vielen der vom IQWiG analysierten Studien blieb unklar, wie mit solchen Studienabbrechern umgegangen wurde. Schließlich wurden auch dort, wo es möglich gewesen wäre, die Zielgrößen oft nicht verblindet erhoben, was die Gefahr von Verzerrungen zusätzlich erhöht.
Bei sieben der 17 Studien handelt es sich um RCT (Randomised Controlled Trials), bei denen die Patienten zufällig einer der beiden Gruppen zugeteilt wurden. In die Bewertung einbezogen wurden aber auch zehn nicht randomisierte Interventionsstudien, bei denen zumindest die Patientengruppen zeitlich parallel behandelt wurden.
| Berechnen Sie kostenlos: » Body-Mass-Index » Pulsfrequenz » Kalorienbedarf Berechnen Sie auch: » Ihren Biorhythmus |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Claudia Mende |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Hartmut Schulz |
![]() | Die Goji-Beere - ein erstaunliches Natur-Phänomen von Peter Delmenhorst |
![]() | Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich von hooglehupf |
![]() | Übergewicht trotz „gesunder“ Lebensmittel - Ein Bluttest zeigt warum von Detlef Hahn |
| Nur 2,6 Prozent der über 55-Jährigen lassen Darmspiegelung machen | Abnehmen leicht gemacht: Kalorien- und Fettkiller lösen Diäten ab | Präventionsangebote für KKH-Versicherte in 28 Hotels und sechs Ländern | Neues ganzheitlichen Anti-Aging Konzept in Fulda vorgestellt | Patient darf Röntgenbild aus Praxis mitnehmen | Schlaganfall: Auch vorübergehende Ausfallerscheinungen ernst nehmen |