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Ablauf der Berichtserstellung
Der G-BA hatte das IQWiG am 21.12.2004 mit dem Gutachten beauftragt und drei Monate später, am 21.3.2005, in Absprache mit dem Kölner Institut seinen Auftrag konkretisiert. Am 13.5.05 publizierte das IQWiG den Berichtsplan, der Vorbericht folgte am 1.12.05. Zum Vorbericht ging eine Vielzahl von Stellungnahmen ein. Diese wurden gesichtet und die wichtigsten Aspekte am 10.1.06 mit den Autoren im IQWiG ausführlich diskutiert. Die Ergebnisse der Anhörung wurden eingearbeitet und der abschließende Bericht am 13.3.06 dem Auftraggeber vorgelegt. Das jetzt im Internet publizierte Dokument umfasst 314 Seiten und enthält neben dem Bericht selbst auch die Stellungnahmen sowie ein Wortprotokoll der Diskussion. Im Abschlussbericht diskutieren die Autoren des IQWiG auch Ergebnisse von den Studien, die mit den Stellungnahmen eingereicht worden waren, aber nicht in die Bewertung einflossen.
Hintergrundinformation: Was versteht man unter VVS?
Bei der herkömmlichen, konventionellen Behandlung wird die Wunde mit Verbänden bedeckt. Diese können aus verschiedenen Materialien bestehen und trocken oder angefeuchtet aufgelegt werden.
Unter VVS versteht man eine geschlossene Wundbehandlung, bei der das Wundsekret über einen Schwamm großflächig abgeleitet wird. Dabei wird ein grobporiges Schaustoffstück in die Wunde gelegt und mit einem Schlauch versehen. Über diesen Schlauch wird die Wundflüssigkeit abgesaugt. Der für die Ableitung (Drainage) nötige Unterdruck (Vakuum) wird durch eine Vakuumpumpe erzeugt. Um den Unterdruck aufrecht zu erhalten, wird die Wunde mit einer Klebefolie luftdicht abgedeckt. Die VVS wird alternativ zu konventionellen Verfahren eingesetzt oder ergänzend, wenn letztere nicht zum Erfolg führen.
Die VVS wird vor allem bei chronischen, das heißt nicht heilenden Wunden angewendet, wie zum Beispiel bei Druckgeschwüren (Dekubitus), Geschwüren aufgrund von Durchblutungsstörungen oder aufgrund von Nervenschädigungen wie etwa beim diabetischen Fußsyndrom. In der englischen und zuweilen auch in der deutschen Fachliteratur wird die VVS auch unter der Bezeichnung "Vacuum Assisted Closure" (VAC) oder "Negative Pressure Wound Therapy" (NPWT) besprochen.