Dienstag, 07. Oktober 2008
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Psychisch krank im Job. Was tun?

29.05.2006 Quelle: BKK Bundesverband   

Foto: Photocase.comJeder zwölfte Arbeitsausfalltag in Deutschland ist mittlerweile mit einer psychiatrischen Diagnose verbunden. Dies belegt der jüngste BKK Gesundheitsreport. Die stetige Zunahme der Erkrankungen und der damit verbundenen Fehltage stellt aber nicht nur die betroffenen Beschäftigten sondern auch [...]

[...] ihre Kolleginnen und Kollegen und ebenso die Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen.

"Die meisten Unternehmer wissen, dass sie mit betrieblicher Prävention sowohl die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern, als auch die Ausfallzeiten senken können," so K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband. "Die Praxishilfe "Psychisch krank im Job. Was tun?" bietet jetzt Betroffenen wie Führungskräften gleichermaßen Orientierung und kompetente Hilfe". Sie ist gemeinsam von der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK e.V.) und dem BKK Bundesverband entwickelt worden. Betroffene Mitarbeiter, aber auch deren Kollegen und Personalverantwortliche erfahren hier Wissenswertes zu relevanten psychischen Erkrankungen und erhalten Unterstützung für den Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern.

"Die Familien psychisch erkrankter Menschen erfahren oft ganz unmittelbar, wie hilfreich ein informiertes und zugewandtes berufliches Umfeld für die Gesundung sein kann, wie verhängnisvoll sich aber auf der anderen Seite auch Stigmatisierung und Unkenntnis auswirken können", berichtet Eva Straub, Vorsitzende des BApK.

Die Selbsthilfe hat hierzu das "H-I-L-F-E-Konzept" entwickelt, welches in der Praxishilfe eingehend erläutert wird. Auf dessen Grundlage werden in Unternehmen Schulungen für betriebliche Helfer und Führungskräfte angeboten. Als "Erste-Hilfe" kann es dazu beitragen, den Verantwortlichen Sicherheit im Umgang mit der sensiblen Thematik zu geben und im konkreten Fall Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Krisensituationen zu helfen. Rechtzeitiges Eingreifen hilft größeren Krisen vorzubeugen. Fehlzeiten können verringert werden und das Know-how der betroffenen Mitarbeiter bleibt im Betrieb.

Darüber hinaus schafft die Praxishilfe einen Anlass, um in den Betrieben offener mit psychischen Problemen und Störungen umzugehen; denn nur Mitarbeitern, die sich trauen, frühzeitig psychische Krisen anzusprechen, kann rechtzeitig und langfristig geholfen werden.

Betroffene Einzelpersonen oder auch interessierte Verantwortliche aus Unternehmen können die Praxishilfe "Psychisch krank im Job. Was tun?" kostenlos anfordern bei:Familien-Selbsthilfe Psychiatrie, bapk@psychiatrie.de oder BKK Bundesverband, praevention@bkk-bv.de

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