Sonntag, 07. September 2008
 

Europäischer Forschungsrat als Zeichen für Unabhängigkeit und Souveränität der Wissenschaft

31.05.2006 Quelle: Redaktion /ws   

Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung mitteilt, bezeichnete die Bundesforschungsministerin Annette Schavan die Einigung des EU-Rats für Wettbewerbsfähigkeit über die allgemeine Ausrichtung des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU als "guten Kompromiss".

"Dies ist eine wichtige Etappe im Zeitplan zur Verabschiedung des Rahmenprogramms. Deutschland unterstützt die EU-Präsidentschaft darin, einen zügigen Abschluss durch Rat, Parlament und Kommission zu erzielen, damit das Rahmenprogramm zum 01.01.2007 in Kraft treten kann", so Frau Schavan.

Die Einrichtung eines europäischen Forschungsrates ist von hoher Bedeutung, da ein solcher Rat ein Zeichen für Unabhängigkeit und Souveränität der Wissenschaft sei. Eine Absage erteilte Schavan der Einrichtung eines europäischen Technologieinstituts als neu zu gründende Institution: "Exzellenzförderung ist wichtig, aber dazu müssen andere Wege gefunden werden."

Schavan sagte, dass Deutschland sich im Bereich der Sicherheitsforschung eine Beibehaltung höherer Fördermittel gewünscht hätte, dass man aber den Vorschlag der Präsidentschaft im Sinne eines Kompromisses akzeptieren werde.


Offizieller Vorschlag der Europäischen Kommission für das 7. Europäische Forschungsrahmenprogramm

Die Europäische Kommission hat am 6. April 2005 ihren Vorschlag für das 7. Rahmenprogramm (DE / EN) veröffentlicht. Gleichzeitig hat die Kommission die Mitteilung 'Building the ERA of Knowledge for Growth' (DE / EN) herausgegeben sowie als Annex das Dokument 'Impact Assessment and Ex Ante Evaluation' und das Arbeitspapier 'Simplification of the 7th Framework Programme' zur Verfügung gestellt. 

Der Vorschlag zum 7. RP zeichnet sich besonders durch ein hohes Maß an Kontinuität gegenüber dem 6. RP aus und beinhaltet zudem neue Impulse für die Grundlagenforschung und Innovationen.

 

Thematische Prioritäten

Für das Programm „Zusammenarbeit“ wurden die folgenden neun Themen als Teilprogramme festgelegt:

  • Gesundheit
  • Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue
    Produktionstechnologien
  • Energie
  • Umwelt (einschließlich Klimaänderung)
  • Verkehr (einschließlich Luftfahrt)
  • Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
  • Sicherheit und Weltraum

Quelle und weitere Details : http://www.rp6.de/inhalte/rp7

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Die 7. RP wird sich nach dem Kommissionsvorschlag in die vier spezifische Programme "Kooperation", "Ideen", "Humanressourcen" und "Kapazitäten" gliedern.

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