Samstag, 22. November 2008
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Kommunikations- und Medienarbeit für Unternehmen der Medizintechnologie immer wichtiger

31.05.2006 Quelle: BVMed   

Foto: aboutpixel.deProfessionelle Kommunikations- und Medienarbeit gewinnt für die Unternehmen der Medizintechnologie erheblich an Bedeutung. Knapp 90 Prozent der Unternehmen sagen, dass die Bedeutung der Kommunikationsarbeit zunimmt bzw. stark zunimmt.

Ebenso deutlich wird gesagt, dass der Patient eine wichtigere Zielgruppe wird und dass dafür die Sprache der Unternehmen einfacher werden muss. Das ist das Ergebnis einer detaillierten Online-Befragung des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, an der sich 90 Unternehmen der MedTech-Branche beteiligt haben. Der BVMed stellte die Ergebnisse der Umfrage auf dem „Kommunikationskongress Medizintechnologie“ am 30. und 31. Mai 2006 in Köln vor.

Die Umfrageergebnisse zeigen bei der aktuellen Situation der Kommunikationsarbeit in den Unternehmen der Branche auch Defizite auf. So hat nur ein knappes Viertel (23,6 Prozent) der Unternehmen eine eigene Kommunikationsabteilung. Bei knapp der Hälfte der Unternehmen ist die Kommunikationsveranwortung in der Marketingabteilung angesiedelt (47,2 Prozent). 20,2 Prozent der an der Befragung teilgenommenen Unternehmen haben eine Stabstelle mit direkter Anbindung an die Geschäftsführung. Bei 12,4 Prozent ist die Geschäftsführung selbst für die Kommunikationsarbeit verantwortlich.

Ärzte (80 Prozent) und Entscheider wie Politik, Kassen und Klinikmanager (73,3 Prozent) sind mit Abstand die wichtigsten Zielgruppen der Kommunikationsarbeit der MedTech-Unternehmen. Mit großem Abstand folgen die Patienten (47,8 Prozent) und die Medien (31,1 Prozent). Die Medienarbeit wird also nach wie vor eher vernachlässigt oder zu gering geschätzt. Die verwendeten Instrumente der Kommunikationsarbeit sind eher klassisch: Website, Pressemeldungen, Anzeigen, Broschüren und Infoflyer stehen an der Spitze. Patientengeschichten und direkte Medienkontakte sind eher nachrangig. TV, Hörfunk und Blogs spielen keine Rolle.

Zwei Drittel der 90 Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, arbeiten mit PR-Agenturen zusammen. 25 Prozent sogar mit mehr als einer Agentur. Am wichtigsten sind den Unternehmen dabei überzeugende Konzepte und das Spezialwissen der Dienstleister. Die Benotung der Arbeit der PR-Agenturen fällt mit 2,4 eher durchschnittlich aus. Das PR-Budget ist zu knapp 80 Prozent Teil des Marketingbudgets. Trotz der wachsenden Bedeutung von Kommunikationsarbeit wachsen die PR-Budgets aber kaum. Zuwächse und Reduzierungen halten sich weitestgehend die Waage. Die Verknüpfung von Marketing-, PR- und z. B. Außendienstaktivitäten im Sinne „integrierter Kommunikation“ sehen über 90 Prozent als überaus wichtig an. Aber nur rund 45 Prozent praktizieren dies bereits. Die Erfolgsmessung der Kommunikationsmaßnahmen beschränkt sich weitestgehend auf Clippings und Pressedokumentationen.

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