| Mittwoch, 08. Oktober 2008 |
Zukunftstrends
Gaststudium bei Senioren immer beliebter
Im Wintersemester 2005/2006 waren an deutschen Hochschulen 38 400 Gasthörerinnen und Gasthörer gemeldet. Fast jeder zweite Gaststudierende (48%) gehörte der „Generation 60 plus“ an. Die Zahl der über 60-jährigen Gasthörerinnen und Gasthörer hat sich in den letzten zehn Jahren auf 18 300 verdoppelt.
Das Durchschnittsalter der Gaststudierenden stieg in diesem Zeitraum von 45 auf 52 Jahre.
Die Zahl der Gaststudierenden hatte im Wintersemester 2003/2004 mit 44 800 einen Höchstwert erreicht und ist seitdem um 14% zurückgegangen. Fast die Hälfte (49%) der Gaststudierenden waren im Wintersemester 2005/2006 Frauen; rund 8% (3 000) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Gaststudierende können auch ohne formale Hochschulreife an einzelnen Kursen und Lehrveranstaltungen teilnehmen. Das Gaststudium ermöglicht sowohl eine berufsbegleitende als auch eine auf die persönlichen Interessen ausgerichtete wissenschaftliche Weiterbildung und ist damit ein wichtiges Element im Kontext des „Lebenslangen Lernens“.
In den angebotenen Fachrichtungen können eine oder mehrere Veranstaltungen belegt werden. Am beliebtesten waren Geschichte (5 300 Gasthörerinnen und Gasthörer), Wirtschaftswissenschaften (3 700) und Philosophie (3 100).
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