Studie zur Zukunft deutscher Pflegeheime: Insolvenzgefahr steigt
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14.06.2006
Quelle: VDAB
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Ein großer Teil der Pflegeeinrichtungen in Deutschland steckt in finanziellen Schwierigkeiten – dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zur Zukunft deutscher Pflegeheime, durchgeführt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).
Bereits heute zählten etwa 16 Prozent der Pflegeheime zu den besonders insolvenzgefährdeten Einrichtungen. 20 Prozent wiesen eine leicht erhöhte Insolvenzgefahr auf. Würde der gesamte Finanzierungsdruck der Sozialen Pflegeversicherung einseitig auf die Pflegeheime abgewälzt, würden bis 2020 rund 60 Prozent besonders von Insolvenz bedroht sein, so die ernüchternde Prognose.
Ein Grund für diese Situation sei der wachsende Finanzierungsengpass der Sozialen Pflegeversicherung. Um deren Finanzlage zu stabilisieren, müsse nach Ansicht der Autoren u. a. der Wettbewerb zwischen den Leistungsanbietern gestärkt werden. Gleichzeitig müsse die Politik die Rahmenbedingungen derart gestalten, dass Pflegeheime wirtschaftlich arbeiten können. Die Einrichtungen sollten sich selbst neu ausrichten und Teil einer sektorübergreifenden Gesundheitsversorgung werden.
Grundlage der zitierten Studie „Pflegeversicherung, Ratings und Demografie – Herausforderungen für deutsche Pflegeheime“ waren 116 Jahresabschlüsse von 508 Pflegeheimen sowie Daten von etwa 10.000 stationären Pflegeeinrichtungen.
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