| Freitag, 21. November 2008 |
Gesundheitspolitik
Endlich Einigung auf Ärzte-Tarifvertrag!
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und haben sich auf den Abschluss eines arztspezifischen Tarifvertrages verständigt. Ein Ende des Medizinerstreiks an Uni-Kliniken scheint nun endlich in Sicht.
Der Vertrag sieht Gehaltssteigerungen zwischen 16 und 20 Prozent vor. Vor allem für die jungen Ärzte wurden erhebliche Gehaltszuwächse erreicht. Für Bereitschaftsdienste an Feiertagen sollen Ärzte nun 25 Prozent Aufschlag erhalten. Weiterhin würden die Einkommenserhöhungen auf den 1. Juli vorgezogen.
„Wir haben heute Tarifgeschichte geschrieben“, so der Vorsitzende des MB, Dr. Frank Ulrich Montgomery laut Pressemitteilung. Zum ersten Mal habe der Marburger Bund einen eigenständigen Tarifvertrag für die Ärzte an den Universitätskliniken erkämpft. Für eine endgültige Einigung bedürfe es nun noch der Zustimmung der Großen Tarifkommission und der Mitglieder des Marburger Bundes, die mittels einer Urabstimmung erfragt werde. Bis dahin werde es eine Streikpause an den Kliniken geben.
Möllring der Vertreter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) erklärte, dass der Tarifkompromiss "erhebliche Zahlungsverbesserungen" für die Ärzte vorsieht. Weiterhin seine die Verhandlungen "ausgesprochen schwer" gewesen und auf die Länder kommen dadurch deutliche Mehrkosten zu, was aber bereits absehbar war.
Hier finden Sie alle Informationen als pdf-Download zum Angebot der TdL an den Marburger Bund.
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Reinhard Leopold |
Karin Hertzer |