| Donnerstag, 16. Oktober 2008 |
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Helfe Dir selbst und vertraue nicht dem Expertensystem Wenn die Angehörigen der Patienten nach besten Wissen und Erfahrrungen einbezogen würden, könnte weit mehr als die aktuell diskutierten 3 Mrd. für unnötig verschriebene pharmazeutische Orignalpräparate gespart werden. So zumindest behauptet der Gesundheitswissenschaftler Wolfgang George aus Gießen in seinem neuen Buch: Als Angehöriger zwischen Patient und Gesetz, dass seit Juni im Buchhandel zu erhalten ist.
Anstelle das Angehörige konsequent in das Behandlungsgeschehen einbezogen würden stehen diese bis heute nur allzu oft im Abseits oder werden als Besucher wahrgenommen und dies mit fatalen Folgen: unzureichendes Verständnis, fehlendes Vertrauen und geringe Compliance sind nur allzu oft das direkte Resultat.
Zugleich bricht der Autor mit der Mär des leidgeprüften Angehörigen und zeigt durch zahlreiche Beispiel auf dass die Betreuungssituation von sehr vielen Betroffenen als Lebensgewinn und Chance für die Beziehung verstanden wird. In eigenen Untersuchungen konnte der Autor zeigen, dass trotz der unzweifelhaften Belastung, die insbesondere dann anzufinden wäre, wenn die professionellen Systeme die Angehörige eben nicht zielgeleitete einbinden, schulen und unterstützen, die Betroffenen Krankheit oder Pflege als Lebensaufgabe vielfach gewinnbringend bewältigen können.
Das Buch wendet sich insbesondere an die Angehörigen und Patienten und seine einfache und zugleich kritische Botschaft lautet: helfe Dir selbst und vertraue nicht allein dem Expertensystem.
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