Dienstag, 07. Oktober 2008
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Mehr lernen in gleicher Zeit - das duale Studium

08.07.2006 Quelle: Baltic College Güstrow   

Foto: photocase.deLaut einer OECD-Analyse unter 21 Industriestaaten hat Deutschland in den letzten Jahren so wenige Arbeitsplätze geschaffen wie kein anderes Land. Konkret: Zwischen 1996 und 2001 wurden in Deutschland z.B. gerade einmal 0,7 Prozent neue Jobs geschaffen.

Das sind nicht einmal halb so viel wie im übrigen Europa und nur ein Bruchteil der Steigerungsrate in den USA. Noch immer sind Millionen Menschen ohne Arbeit. Da neue Jobs nach einem Erfahrungswert erst bei einem Wachstum von mehr als zwei Prozent entstehen, kann vorerst mit einer spürbaren Senkung der Arbeitslosenzahl nicht gerechnet werden.

Ein Teufelskreis: Über vier Millionen Arbeitslose gelten als Deutschlands Wachstumsbremse Nummer eins. Gleichzeitig kann die Arbeitslosigkeit nicht vermindert werden, weil es zu wenig Wachstum gibt. Hohe Arbeitslosigkeit und niedriges Wachstum sind schicksalhaft miteinander verbunden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erleben wir zurzeit den größten Job-Abbau seit zehn Jahren. Eine grundlegende Trendwende am Arbeitsmarkt ist so schnell nicht in Sicht.

Die Menschen reagieren unterschiedlich auf diese Situation: Ältere Arbeitnehmer haben Angst vor dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Beruf, weil sie als schwer vermittelbar gelten und in den meisten Branchen nur wenig Chance auf Widereinstieg haben. Auch die jüngeren Erwerbstätigen spüren den zunehmenden Druck. Sie setzen vor allem auf berufsbegleitende Weiterbildung zum Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit. Wie aber motivieren sich die Berufseinsteiger, Schul- und Universitätsabsolventen? Sie vertrauen vor allem auf eine besonders gute Ausbildung und sind immer öfter bereit, auch mehr dafür zu leisten.

Die Universitäten setzten im Rahmen des Bologna-Prozesses, der die Umgestaltung der Universitäten mit einer größeren Öffnung zur Wirtschaft und zum Arbeitsmarkt vorsieht, vor allem auf eine verkürzte Studiendauer und bemühen sich um eine internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse.

Ein besonderes Modell wird an einigen Fachhochschulen angeboten: Das duale Studium, die Verbindung von Hochschulstudium und IHK-anerkannter Ausbildung. Dabei wird in den HS-Seminaren gleichzeitig der Lehrstoff für die Berufsausbildung vermittelt. Die Studierenden profitieren zeitlich von den vielen inhaltlichen Überschneidungen der Berufsausbildung mit dem Studium, da Veranstaltungen mit gemeinsamen Lehrinhalten nur einmal, aber für beide Abschlüsse anrechenbar, abgehalten werden. Gleichzeitig ist das Qualifikationsprofil der Absolventen deutlich umfassender und weist neben dem theoretischen Hochschulabschluss auch den praxisnahen IHK-Abschluss auf.

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