"Case Manager" begleiten Patienten bei Stammzelltransplantation
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19.07.2006
Quelle: Redaktion /ws
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Die Betreuung von Patienten mit schweren Erkrankungen, das Lotsen durch eine Vielfalt von Behandlungen ist komplex. Nach dem Vorbild der USA werden deshalb zunehmend "Case Manager" eingesetzt, die den individuellen Patienten auf die verschiedenen Therapieschritte vorbereiten und ihn begleiten.
Case ManagerInnen - die speziell ausgebildeten zentralen Ansprechpartner sind Bindeglied zwischen Ärzten und Pflegekräften, zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten sowie anderen Partnern. Das Universitätsklinikum Heidelberg berichtet, dass Sie deren erfolgreiches Betreuungskonzept weiter ausgebaut wird und auch andere Bereiche, z.B. die Tagesklinik, künftig durch Case Manager verstärkt werden sollen.
Deren beiden Case Managerinnen koordinieren in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten medizinische Voruntersuchungen, Therapievorbereitung, Behandlungstermine und die Begleitung der Nachsorge. Gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen plant Andrea Bondong (case Managerinn) Hilfestellungen bei sozialen, arbeitsrechtlichen, oder auch psychologischen Fragen: Wer übernimmt die Kosten für eine häusliche Pflege? An wen wende ich mich im Notfall? Wie werden meine Angehörigen mit der Belastung fertig?
Das Case Management verbessert organisatorische Abläufe und führt zu größerer Zufriedenheit der Patienten. Zusätzlich entlastet es die Ärzte von administrativen Aufgaben, so dass sie wieder mehr Zeit für die Patienten haben.
Vorbild USA: Erfolgreiches Case Management seit den 70er Jahren
Vorbild für das ganzheitliche Behandlungsangebot ist das Konzept des "Managed Care" im US-Gesundheitssystem. Professor Ho, der von 1992 bis 1998 die Abteilung Hämatologie/Onkologie und Stammzelltransplantation an der University of California in San Diego leitete, hat dort die enorme Bedeutung des Case Managements als vertrauensbildende Maßnahme schätzen gelernt. "In den USA wird Case Management bereits seit den siebziger Jahren praktiziert."
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