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Jeder kennt sie, diese Tage, wo einfach alles zuviel wird. Auf dem Schreibtisch türmt sich Unerledigtes, die Chefin drängelt, der Kollege nervt, die Tochter ist krank, und dann liegt da noch dieses 200-Seiten-starke Mammutprojekt, das bis morgen fertig werden muss.
Irgendwann staut sich der Zeit- und Erfolgsdruck so sehr, dass wir uns wie gelähmt fühlen, an unseren Fähigkeiten zweifeln und nicht wissen, wo wir anfangen sollen. Doch je weniger wir uns zutrauen, desto angespannter werden wir. Und desto weniger haben wir die Dinge im Griff. Der Körper schüttet Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus - wir fühlen uns unzufrieden und hilflos.
Ein Teufelskreis. Setzt sich dieses Gefühl über längere Zeit fort, kann es zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen. Es gilt also rechtzeitig gegenzusteuern. Aber wie? Vor allem nicht unproduktiv grübeln, rät die Ärztin und Buchautorin Sabine Schonert-Hirz. Besonders Frauen gäben sich gern der "Problemhypnose" hin, anstatt sich zu fragen, welche Faktoren den Stress in ihrem Leben auslösen und wie sie sich verändern ließen. Häufig liege die entscheidende Ursache im fehlenden Selbstvertrauen. Denn wer von sich überzeugt sei, bliebe auch unter Druck gelassener.
Stressanfälligen Menschen hingegen stünden "biografische Erfahrungen wie 'Ich kann nicht' oder 'Ich darf nicht" im Wege". Sie zu überwinden und durch positive Überzeugungen zu ersetzen - "genau das bedeutet Stressmanagement".
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