| Freitag, 21. November 2008 |
Eine repräsentative Emnid-Umfrage ergab: Mit 48 Prozent fühlt sich fast die Hälfte der Bundesbürger mit Abitur/Hochschulabschluss regelmäßig gestresst. Im Vergleich dazu empfinden nur 38 Prozent der Befragten mit Volksschulabschluss ohne Lehre regelmäßig Stress.
Emnid befragte im Juni mehr als 1.000 Bundesbürger zum Thema Stress. Ziel der Umfrage war es, das subjektive Stressempfinden der Deutschen zu untersuchen.
Die Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass auch die gesundheitlichen Folgen von Stress durch das Bildungsniveau beeinflusst werden. Personen mit niedrigem Bildungsniveau sind häufiger von stressbedingten Schlafstörungen betroffen und leiden öfter an Kopfschmerzen als Personen mit höherer Bildung. Dagegen fühlen sich Befragte mit Abitur/Hochschulabschluss bei Stress häufiger gereizt.
Gravierende Unterschiede zeigen sich bei der Stressbewältigung. 24 Prozent der Befragten ohne Berufsausbildung greifen in stressigen Situationen zur Zigarette. Menschen mit Abitur/Hochschulabschluss dagegen nur zu 13 Prozent. Für den Konsum von Alkohol zeichnet sich kein eindeutiger Trend ab.
Die Umfrage-Ergebnissen sollen helfen, wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Präventionsmaßnahmen abzulesen. Denn nur wenn klar ist, wo die Probleme liegen, kann geholfen werden. Die gesundheitlichen Folgen von Stress und die Reaktionen auf Stressbelastungen z.B. durch einen erhöhten Zigarettenkonsum machen die Entwicklung komplexer Präventionsangebote notwendig.
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