| Samstag, 11. Oktober 2008 |
Management
Outsourcing-Aktivitäten haben an Dynamik gewonnen Die Outsourcing-Aktivitäten in Deutschland haben an Dynamik gewonnen: 71,6 Prozent der Fach- und Führungskräfte entscheiden sich für eine Auslagerung von Unternehmensaufgaben an einen externen Dienstleister. Bei der Standortwahl dominiert in der Regel noch immer das Outsourcen in die Nähe des eigenen Unternehmens.
83 Prozent versprechen sich von einer Kooperation mit ortsnahen Dienstleitern den größten Nutzen für das eigene Geschäft. Das sind die Ergebnisse der Studie „Erfolgsmodelle im Outsourcing“.
Vor allem der Handel und die öffentliche Verwaltung setzen auf eine Projektvergabe in die Nachbarschaft. Keiner der Befragten aus diesen Branchen sprach sich für eine Verlagerung von Aktivitäten in die europäischen Nachbarstaaten (Nearshore) oder nach Übersee (Offshore) aus. Anders die Gewichtung in der IT- und Telekommunikationsbranche: Während sich zwar auch hier eine knappe Mehrheit von 62,9 Prozent für eine Auslagerung in die Nähe des heimischen Standorts entscheidet, sprechen sich immerhin 58 Prozent für eine Near- oder Offshore-Strategie aus. 27,4 Prozent wollen dabei die Lohnunterschiede in Ländern wie Polen und Tschechien für sich nutzen. 30,6 Prozent setzen auf kostengünstige Anbieter in Übersee.
Neben der Branchenausrichtung spielt auch die Umsatzstärke eine wichtige Rolle für die Outsourcing-Strategie der Unternehmen. So entscheiden sich Großkonzerne mit einem Jahresumsatz ab einer Milliarde Euro mehrheitlich für Auslagerungspartner im Ausland. 75 Prozent der Befragten gaben an, entsprechende Projekte mit Near- oder Offshore-Dienstleistern zu realisieren. 42,9 Prozent wollen dabei Partner in entfernten geografischen Regionen wie beispielsweise Asien beauftragen. 32,1 Prozent planen eine Verlagerung in europäische Nachbarstaaten. Bei den Unternehmen, die weniger als eine Milliarde Euro umsetzen, entscheidet sich die Mehrheit dagegen klar für Outsourcing-Partner in der näheren Umgebung. 80 Prozent der Befragten aus dieser Unternehmensgruppe hat sich für eine Kooperation mit ortsnahen Dienstleistern entschieden.
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