Freitag, 29. August 2008
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Gesundheitswirtschaft kann dem Ruhrgebiet 55.000 neue Arbeitsplätze bringen

07.09.2006 Quelle: Landesregierung NRW   

„In Nordrhein-Westfalen rechnen wir bis 2015 mit bis zu 200.000 zusätzlichen Ar­beitsplätzen in der Gesundheitswirtschaft. Für das Ruhrgebiet kann dies bis zu 55.000 neue Jobs bedeuten“, betonte der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (1. September 2006) auf dem MedEcon Ruhr-Kongress „Klinik – Wirtschaft – Innovation“ in Dortmund.

Bereits zwischen 1999 und 2005 seien 14.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Ruhrgebiet entstanden. „Die Gesundheitsbranche hat sich auch an der Ruhr als Jobmaschine herausgestellt“, erklärte Minister Laumann.

Um die Gesundheitswirtschaft in der Region noch intensiver zu fördern, geht die Landesregierung neue Wege: Sie sucht den Dialog mit der Region und hat hierfür das Konzept „Perspektiven Gesundheitswirtschaft Ruhr“ vorgelegt. „Es soll das Ruhrgebiet bei seinem ehrgeizigen Vorhaben unterstützen, eine führende Ge­sundheitswirtschaftsregion in Europa zu werden“, sagte Karl-Josef Laumann. Kernstück der „Perspektiven“ seien Entwicklungsschwerpunkte in sechs Hand­lungsfeldern.

Als ein zentrales Thema der Zukunft nannte der Gesundheitsminister die elektro­nische Vernetzung und kündigte ein Projekt Elektronische Patientenakten Ruhr (EPA Ruhr) an, das Anfang Juli von den führenden IT-Unternehmen im Gesund­heitswesen, den großen Krankenkassen, den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Landesdatenschutzbeauftragten vereinbart worden ist. Er verwies weiter auf die Modellregion Bochum-Essen, die mit Abstand bundesweit größte Testre­gion für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Der Aufbau einer Telematik-Infrastruktur im Ruhrgebiet werde einen immensen Wissens- und Erfah­rungsvorsprung für die Akteure im Gesundheitswesen bringen.

Als weiteres Ziel der Zukunft nannte Minister Laumann eine bessere Verzahnung zwischen Prävention, Akutversorgung, Rehabilitation und Pflege durch professio­nelles Management.

„Wir brauchen in der Gesundheitswirtschaft viele gute und differenzierte Lösun­gen. Dies geht nur gemeinsam und im Dialog“, erklärte Karl-Josef Laumann. So schlug der Minister vor, noch in diesem Jahr eine Ruhrgebietskonferenz zum Thema Gesundheitswirtschaft mit den Verantwortlichen in den Kommunen, im Gesundheitswesen, den Unternehmen und der Wissenschaft durchzuführen.

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