| Freitag, 21. November 2008 |
Management
Kliniken investieren verstärkt in Öffentlichkeitsarbeit Deutsche Kliniken wollen in Zukunft verstärkt in ihre Öffentlichkeitsarbeit investieren, um sich im zunehmenden Wettbewerb von anderen Häusern abzuheben. Eine repräsentative Umfrage unter deutschen Krankenhäusern ergab, dass knapp die Hälfte der Einrichtungen mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben will.
Zusätzliche PR-Maßnahmen planen vor allem große Häuser mit mehr als 300 Betten. Von ihnen wollen 60 Prozent mehr Geld für die Öffentlichkeitsarbeit ausgeben. Nach der Umfrage des Bonner Instituts Omniquest greifen bereits jetzt mehr als zwei Drittel der Kliniken regelmäßig zu Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit, rund 20 Prozent in unregelmäßigen Abständen. Jede zehnte Klinik verzichtet derzeit noch völlig auf Öffentlichkeitsarbeit. Von den Kliniken, die Öffentlichkeitsarbeit betreiben, bieten fast alle (97 Prozent) eine eigene Website an. Mehr als 90 Prozent informieren zudem in Broschüren über ihre Leistungen oder veröffentlichen Pressemitteilungen.
Große Bedeutung messen die Krankenhäuser offenbar der Entwicklung einer eigenen Marke bei, verbunden mit einem Corporate Design. 64 Prozent aller Häuser investieren auf diesem Gebiet. Auch hier sind die großen Kliniken mit mehr als 300 Betten am aktivsten. Drei Viertel von ihnen treiben die Entwicklung der eigenen Marke voran. Von den kleineren Häusern haben 58 Prozent entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
„Public Relations werden für Kliniken zu einem immer wichtigeren Instrument im Wettbewerb auf dem Gesundheitsmarkt“, kommentiert Peter Rall, geschäftsführender Gesellschafter von Kohl PR & Partner, die Umfrageergebnisse. „Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass mindestens 25 Prozent aller Kliniken in Deutschland geschlossen werden müssen. Wer in diesem harten Wettbewerb bestehen will, muss seine potenziellen Patienten darüber informieren, welche besonderen Leistungen er im Vergleich zur Konkurrenz zu bieten hat. Die Öffentlichkeitsarbeit ist dafür die glaubwürdigste und wirksamste Methode.“
Den Trend bestätigt Kerstin Endele, Leiterin Unternehmenskommunikation der Berliner Charité: „Der Patient ist nicht mehr länger nur Patient, sondern entwickelt sich zu einem Kunden mit eigenen Ansprüchen. Er entscheidet selbst, welche Klinik ihm am besten gerecht wird. Gezielte PR bietet die Möglichkeit, dem Patienten die Vorzüge der jeweiligen Einrichtung aufzuzeigen.“ Umfrage-Ergebnisse
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