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Im Europa-Gesundheitskonsumenten-Index (Euro Health Consumer Index, EHCI) 2006, einer jährlichen Untersuchung der öffentlichen Gesundheitssysteme in der EU, belegt Deutschland den 3. Platz. Den 1. Platz belegt Frankreich, knapp dahinter folgen die Niederlande.
In den 26 untersuchten europäischen Ländern werden die französischen Verbraucher von ihrem Gesundheitswesen am besten versorgt. Knapp dahinter folgen die Niederlande (Sieger 2005), Deutschland und Schweden. Der Startschuss zum neuen Euro Health Consumer Index fiel im Juni in Brüssel. Gesundheitskonsumenten haben jetzt die Chance, ihrer Regierung ihre Meinung zu schicken.
In fünf Kategorien, die 28 Leistungsindikatoren erfassen, erreichte Deutschland 571 von insgesamt 750 möglichen Punkten. Das deutsche Gesundheitswesen liegt bei den Wartezeiten, beim Recht auf eine zweite Meinung, der zahnärztlichen Versorgung als Teil des staatlichen Gesundheitsleistungsangebots, der Bezuschussung von Arzneimitteln und dem Zugang zu neuen Arzneimitteln an der Spitze.
Es gibt zwar nur wenige wirkliche Schwachpunkte, doch die medizinischen Ergebnisse könnten sich generell noch verbessern. Und es gibt keine gesetzliche Regelung der Patientenrechte in Deutschland. “Der Kunde ist König! Das deutsche Gesundheitswesen wäre wirklich toll, es nimmt aber im Qualitätsbereich noch keine führende Position ein. Wenn Sie Gesundheitsinformationen haben wollen - fragen Sie Ihren Arzt!”, meint Dr. Arne Björnberg, Leiter des Euro Health Consumer Index. Was ist in Deutschland noch zu tun? Der Indexanbieter, Health Consumer Powerhouse (HCP), unterbreitet ausgehend von den Indexerkenntnissen für jedes Land Vorschläge, wie die Selbstbestimmung des Gesundheitskonsumenten gestärkt und das System verbessert werden kann.
Deutschland sollte in folgenden Bereich aktiv werden:
- Einbeziehung von Patientenorganisationen in die Entscheidungsfindung
- Informationen über Arzneimittel
Jetzt sind die Verbraucher gefragt Von www.healthpowerhouse.com aus können Gesundheitskonsumenten in ganz Europa ihrem Gesundheitsministerium in einer Nachricht sagen, welche Maßnahmen ihrer Meinung nach ergriffen werden sollten. Zum ersten Mal werden so europaweit Gesundheitskonsumenten aufgefordert, sich an einer Kampagne für verbraucherfreundliche Reformen der europäischen Gesundheitssysteme zu beteiligen.
Über den Index Der Europa-Gesundheitskonsumenten-Index (Euro Health Consumer Index) bewertet jährlich die nationalen europäischen Gesundheitssysteme nach fünf Bereichen, die für den Verbraucher ausschlaggebend sind: Rechte und Aufklärung der Patienten, Wartezeiten für gängige Behandlungen, Behandlungsergebnisse, Kundenfreundlichkeit und Zugang zu medikamentöser Behandlung. Der Index wurde erstmals 2005 veröffentlicht. Er wird aus einer Kombination aus öffentlichen Statistiken und unabhängigen Forschungsarbeiten zusammengestellt. Er wird von der in Brüssel ansässigen Analyse- und Informationsorganisation Health Consumer Powerhouse erstellt und ist verbraucherorientiert.
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