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Der Bundespräsident hat Recht - mehr Geld für die Bildung

22.09.2006 Quelle: Wolfgang Steiger   

Bundespräsident Horst Köhler hat seine erste "Berliner Rede" gehalten und darin zu einem gemeinsamen Kraftakt zur Modernisierung der Bildung aufgerufen. Insbesondere eine schlechte Finanzausstattung von Bildung und zu geringe Abiturienten- und Hochschulabsolventenzahlen kritisierte der Bundespräsident.

Horst Köhler setzte mit dem Vortrag in der Kepler-Oberschule im Berliner Bezirk Neukölln die Tradition fort, welche der Bundespräsident Roman Herzog 1997 mit der berühmten "Ruck"-Rede begründet hatte. Auch Johannes Rau bezog in seinen "Berliner Reden" einmal im Jahr Stellung zu wichtigen aktuellen Themen.

Der Bundespräsident kritisierte die fehlende Chancengleichheit in der Bildung als "beschämend" in seiner Rede, die er unter dem Leitsatz "Bildung für alle" hielt. Köhler forderte ein verpflichtendes und möglichst kostenfreies Kindergartenjahr und verbindliche Sprachtests. Auch müsse endlich Ernst gemacht werden mit der individuellen Förderung von Schülern. Einsparungen bei der Bildung lehnte der Bundespräsident kategorisch ab: "Unsere Bildungsausgaben sind insgesamt zu niedrig.“

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