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Das vollimplantierbare Mittelohr-Hörimplantat Esteem erreicht durch den Einsatz von Piezoelektronik und dem dadurch erzielten Verzicht auf herkömmliche Mikrofon- und Lautsprechertechnik, eine große Batterielebensdauer und einen sehr kleinen Formfaktor.
Die Piezo-Technik dazu kommt aus dem U-Bootbau. Für U-Boote ist es einerseits unheimlich wichtig, vom Feind nicht gehört zu werden, andererseits ist es überlebenswichtig, den Feind zu hören oder aufzuspüren, um kampftechnisch agieren zu können. So wurden schon während des kalten Krieges Techniken entwickelt, mit deren Hilfe man unter Wasser kleinste Schwingungen registrieren kann. Aus diesen piezoelektrischen Sensoren der U-Boote wurde in den letzten 10 Jahren mit über 70 Millionen Dollar Entwicklungsaufwand und mit einigen der besten Wissenschaftler ihres Gebietes, bei der Envoy Medical Corporation in St. Paul, U.S.A. das vollimplantierbare Hörimplantat Esteem entwickelt.
Auch die Soundqualität im Vergleich zu herkömmlichen Geräten, die hinter dem Ohr oder im Ohr getragen werden, scheint sensationell. Patienten berichten davon, dass sie selbst feinste Geräusche wie zum Beispiel das Kratzen der Haare am Kragen hören, dass sie erstmals beim Schlucken Geräusche hören und dass Surround-Sound-Anlagen endlich Sinn machen. Neben den sehr guten akustischen Eigenschaften ist der Miniaturisierungsgrad wichtig, welcher durch den Einsatz dieser Technologie möglich ist. Esteem ist so klein geworden, dass es vollständig implantiert werden kann und daher völlig unsichtbar ist. Haare waschen, duschen, schwimmen, Regentropfen, Windgeräusche, Hintergrundrauschen oder zu viele Stimmen bedeuten keine Probleme mehr.
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