| Freitag, 21. November 2008 |
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Studiengebühren: Banken umgarnen Studenten Acht von zehn Kreditinstituten wollen das Studenten-Banking weiter ausbauen. Dabei beabsichtigen die Finanzdienstleister, den angehenden Hochschulabsolventen mit Studienkrediten unter die Arme zu greifen. Sie reagieren damit auf die Ankündigung zahlreicher Bundesländer, ab 2007 Studiengebühren einzuführen.
Das Marktpotenzial scheint enorm: So soll die Zahl der Studierenden in Deutschland bis 2013 um 500.000 auf bis zu 2,7 Millionen steigen. Mehr als jeder dritte Student kann sich vorstellen, einen Kredit aufzunehmen. Bei einem durchschnittlichen Darlehensbedarf von rund 12.600 Euro je Student dürfte der Umsatz mit Studienkrediten auf rund elf Milliarden Euro steigen. Beim Vertrieb der Studiendarlehen haben die Banken die Wahl zwischen eigenen Produkten und der Vermittlung von Krediten der staatlichen Bankengruppe KfW. Die deutliche Mehrheit (94 Prozent) hat sich dabei für hauseigene Angebote entschieden.
Fast zwei von drei Kreditinstituten setzen auf variable Zinssätze über die Laufzeit. Nur jeder Dritte will das Angebotspaket mit festen Konditionen schnüren. Geht es um die Rückzahlung, zeigen sich die Banken weniger flexibel. So halten zwei Drittel der Finanzdienstleister feste Rückzahlungszeiten für sinnvoll. Die Hälfte der Befragten erwartet die erste Rate spätestens ein Jahr nach Ende des Darlehensbezugs. Zwei von fünf Kreditinstituten geben den angehenden Akademikern ein Jahr und länger Zeit.
Allerdings sehen fast zwei Drittel der Institute von Krediten ab, die den gesamten Lebensunterhalt der Jungakademiker finanzieren. Grund für die Zurückhaltung sind vor allem fehlende Markterfahrungen auf dem Gebiet der Studienfinanzierung (36,2 Prozent). Fast sieben von zehn Banken schätzen das Risiko, dass der Student den Kredit nicht zurückzahlen kann, im Vergleich zum Konsumentenkredit geringer oder gleich hoch ein. Drei von vier Finanzdienstleistern wollen für den Studentenkredit daher keine Bürgschaft verlangen. Zudem wird von speziellen Modellen der Risikobewertung abgesehen. So soll das Risiko des Darlehens lediglich nach Standardverfahren (43,5 Prozent) wie beim Privat-Banking sowie Studentenverfahren (39,1 Prozent) bewertet werden.
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