Samstag, 11. Oktober 2008
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Neue Behandlungsmethode bei Frauen mit Blasenschwäche

09.10.2006 Quelle: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg   

Foto: photocase.comEine neue Behandlungsmethode bei Frauen mit Blasenschwäche wird jetzt weltweit angewendet. Die Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie der Universität Halle-Wittenberg setzt diese Methode als eines der wenigen uro-gynäkologischen Zentren in Deutschland ein - und macht gute Erfahrungen.

Zwischen vier und fünf Millionen Frauen leiden in Deutschland an einer Blasenschwäche (Harninkontinenz). Für viele Betroffene ist die Erkrankung ein Tabuthema und mit vielen Einschränkungen verbunden. Selbst kleinste Belastungen können einen ungewollten Harnverlust auslösen. Dabei bieten verschiedene Behandlungsmethoden einen Ausweg an. Seit fast zehn Jahren wird eine spannungsfreie Schlinge (TVT = Tension Free Vaginal Tape) zur Unterstützung der Harnröhre bei belastungsbedingter Harninkontinenz erfolgreich implantiert. Bisher wurden weltweit mehr als eine Million Frauen damit behandelt.

Seit Frühherbst 2006 kommt eine Weiterentwicklung dieses Systems weltweit zum Einsatz. Die Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie setzt diese Methode als eines der wenigen uro-gynäkologischen Zentren in Deutschland ein und ist dafür das bisher einzige Weiterbildungszentrum für Frauenärzte in Ostdeutschland.

Bei TVT Secur handelt es sich um eine neuartige Schlinge, die kleiner als die Vorgängerlösung ist und damit eine weniger invasive Operation ermöglicht. Die notwendigen Schnitte sind deutlich kleiner. Zudem wird die Schlinge durch eine neuartige Befestigungsmethode fixiert. Bei Bewegung oder sportlicher Betätigung stützt die Schlinge die Harnröhre, wodurch diese verschlossen bleibt und ein Urinabgang verhindert wird. "Die Eingriffe dauern weniger als zehn Minuten und können unter Lokalanästhesie durchgeführt werden", erklärt Oberarzt Dr. Christian Göpel, Leiter des uro-gynäkologischen Bereiches der halleschen Universitätsfrauenklinik. Die Patientinnen können bereits einen Tag nach dem Eingriff entlassen werden. Die postoperativen Schmerzen sind deutlich geringer.

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