Freitag, 21. November 2008
 

Mehr Wettbewerb der Krankenkassen als Schlüssel zur Gesundheitsreform

17.10.2006 Quelle: pts/Hans-Albert-Buss-Stiftung   

Es hängt alles mit dem Wunsch nach Machterhalt und dem Status des Berufpolitikers zusammen, konstatiert Hans Albert Buss von der "Stiftung für deutsche und europäische Identität". Dadurch werden wichtige Reformen verhindert, kleingeredet oder verschoben.

Die Hans-Albert-Buss-Stiftung, die Stiftung für Deutsche und Europäische Identität und Geschichte fordert freie Versicherungswahl auch für abhängig Beschäftigte. Gesetzliche Krankenkassen müssen privatisiert werden, im Interesse von Freiheit und Wettbewerb.

In ihrer letzten Mitteilung hatte die Stiftung nach Mitstreitern und Unterstützern zur Mobilisierung der Öffentlichkeit mit dem Ziel gesucht, die Entscheidungsfreiheit der deutschen und europäischen Volksvertreter durch Auflösung ihrer Abhängigkeit von ihren Einkünften aus der Politik wieder herzustellen. Dieser Effekt könnte entweder durch die Abschaffung der Diäten, d.h. also der Einkommensersatzzahlungen (nicht des Kostenersatzes) für Abgeordnete oder durch die Beschränkung des Man-dats auf nur eine Legislaturperiode erreicht werden, wobei im letzteren Fall die Legislaturperiode bis zu einer Dauer von sieben Jahren ausgedehnt werden könnte.

Wie stark nämlich der Wunsch nach Erhalt des Mandats und damit von Einkommen, Macht und Prestige sachgerechtes Handeln behindert, um nicht zu sagen unmöglich macht, zeigt das Durcheinander bei der sogenannten Gesundheitsreform, das mittlerweile offenbar nicht einmal mehr von den beteiligten Politikern selbst durchschaut wird.

Dabei wäre die Lösung des Problems im Grunde genommen ganz einfach:

Aufhebung des über die abhängig Beschäftigten der mittleren und unteren Einkommensschichten verhängten Verbots, für den Erhaltung ihrer Gesundheit selbst sorgen zu dürfen. Auch dieser Personenkreis sollte das Recht erhalten, sich privat gegen Gesundheitsrisiken zu versichern. Dementsprechend müssten die gesetzlichen Krankenkassen privatisiert werden.

Da durch die damit entstehende Vielfalt von privaten Krankenversicherungen endlich ein echter Wettbewerb stattfinden würde, dürfte das das durchschnittliche Beitragsniveau erheblich drücken.

Natürlich könnte für Bürger mit beträchtlichen Gesundheitsrisiken der Beitragssatz auch steigen und in einigen Einzelfällen sogar unzumutbar hoch werden. In diesem Fall müsste dann allerdings gemäß dem Subsidiaritätsprinzip doch der Staat wiederum auf den Plan treten und eine medizinische Grundversorgung garantieren. Insgesamt jedoch dürfte diese Lösung die Allgemeinheit erheblich weniger belasten als das jetzige System mit seinem unwirtschaftlich arbeitenden und vor dem Wettbewerb geschützten gesetzlichen Kassen.

Die Frage ist also, warum die große Koalition eine solche einfache und für jedermann einsichtige Lösung nicht einmal ansatzweise erörtert bzw. überhaupt keinen Gedanken darauf zu verschwenden scheint.

Die Antwort darauf ist auch einfach: Große Teile des die Koalitionsparteien beherrschenden Berufspolitikerkartells halten einen solchen Systemwechsel für unpopulär und befürchten deshalb bei den nächsten Wahlen Verluste von Mandat und Einkommen.




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