| Dienstag, 07. Oktober 2008 |
Mehr als 250 Teilnehmer des Pflegeinformatik-Kongresses und des Osnabrücker Gesundheitsforums waren Ende September zu Gast an der FH Osnabrück und diskutierten Themen der Informatik im Anwendungsbereich der Pflegewissenschaft, Pflegepraxis und des Pflegemanagements.
Das reiche Spektrum an wissenschaftlichen Vorträgen zeigte die Breite der Einsatzmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologie in der pflegerischen Versorgung von Patienten und Klienten. Denn Pflegekräfte sind wie Mediziner davon abhängig, dass die richtigen Informationen über und für den richtigen Patienten am richtigen Ort vorhanden sind.
Gerade weil sich Pflegekräfte in erster Linie um den Menschen kümmern, muss die Technik im Hintergrund agieren. Und sie muss allseits verfügbar, sicher und robust sein. Aber häufig ist es nicht die blanke Hardware, sondern eine Frage des systematischen Informationsmanagements, dass dies geschieht - auch das wurde auf dem Kongress klar.
Informatik in der Pflege macht deutlich, dass heute eine Gesellschaft ohne Informatik gar nicht mehr denkbar ist und dass Informatik in Bereichen - wie eben in der Pflege - Einzug gehalten hat, in denen früher nur wenige Spezialisten den Nutzen erkannt hatten.
Dr. Helen Betts aus Winchester (Großbritannien) war sich in ihrem Einführungsvortrag sicher, dass die Statistikerin und Krankenschwester Florence Nightingale Mitte des 19. Jahrhunderts gerne auf Informationstechnologie zurückgegriffen hätte, um ihre Daten auszuwerten und damit wesentliche Fortschritte in der Hygiene einzuleiten.
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