| Freitag, 21. November 2008 |
Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e. V. (VKD) warnt zum wiederholten Mal vor den Auswirkungen der Gesundheitsreform auf die Krankenhausversorgung. Von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt enthält der nun vorliegende Referentenentwurf weiterhin Regelungen, die ein Krankenhaussterben einleiten werden.
Die Leidtragenden sind die Bürger und die Patienten: Durch die von der Politik gewünschte Rationierung sinkt die Qualität der Krankenhausversorgung drastisch. „Die Regelungen zum sogenannten Sanierungsbeitrag der Krankenhäuser führen dazu, dass bei den besonders kranken Menschen gespart wird“, betonen die VKD-Vertreter in einem Schreiben an die Bundesgesundheitsministerin sowie an die Ministerpräsidenten und die Gesundheitsminister der Länder.
Das Festhalten an einem Sanierungsbeitrag im Referentenentwurf, besser gesagt an einer pauschalen Kürzung aller Rechnungen eines Krankenhauses um 0,7 % führt im Konzert mit den weiteren Belastungen, die im kommenden Jahr auf die Krankenhäuser zukommen, zu einer spürbaren Rationierung. Die Krankenhäuser müssen nicht nur den erwähnten „Sanierungsbeitrag“ schultern, sondern auch Belastungen aus der Umsatzsteuererhöhung und den Tarifsteigerungen bei ärztlichem und nichtärztlichem Personal. „Das trifft uns besonders hart“, erläutert VKD-Pressesprecher Rudolf Hartwig. „Nach Jahren der erfolgreichen Rationalisierung wird nun mit der Rationierung, also dem erzwungenem Weniger an Qualität und Leistung begonnen.“ Dazu VKD-Präsident Heinz Kölking: „Die 0,7% sind kein Sanierungs-, sondern ein Rationierungsbeitrag!“ Die Folgen für die Krankenhäuser und damit auch Patienten werden verheerend sein. Selbst bisher wirtschaftlich erfolgreiche Krankenhäuser erwarten für das nächste Jahr ein Defizit. Die zusätzlichen Belastungen können nur durch Personalkürzungen und drastische Einsparungen beim Materialeinkauf und den Investitionen kompensiert werden:
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