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Der Trend zur globalisierten Fertigung in der Pharma- und Life Sciences Industrie fordert eine übergreifende Vernetzung in Organisation und Technik – von der Anlagensteuerung und -instandhaltung über Logistik und Warenwirtschaft bis hin zum Unternehmensmanagement.
„Entscheidend im globalen Wettbewerb der Pharmaindustrie ist das effektive Management der Wertschöpfungskette in der Gesamtsicht – eine Herausforderung im vernetzten Zusammenspiel mit einer Vielzahl an Zulieferern, Produktionsstandorten und Outsourcing-Dienstleistern“, erklärte Georg Manke-Reimers, Director Manufacturing Process & Utilities bei Microsoft, zum Hintergrund der Digital Pharma Initiative. „Planungen und Entscheidungen müssen sich folglich stärker an den Prozessen orientieren, die anhand aktueller Informationen aus allen Geschäftsbereichen analysiert werden.“
Es ist das klare Ziel der Digital Pharma Initiative Lösungen zu schaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Pharma- und Life Sciences Unternehmen stärken. Im Kern geht es um „Speed to Insight“ und „Value for Cost“. Ersteres heißt, bisherige Inseln aus Ressourcen und Informationen werden effizient verknüpft, um unternehmensweit und durchgängig Entscheidungsprozesse deutlich zu beschleunigen.
Auszeichnung für Innovation
Wie deutlich sich der Einsatz innovativer IT-Lösungen auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtunternehmens auswirkt, bewies unter anderem die ALTANA Pharma AG und wurde dafür mit dem Pharmaceutical and Life Sciences Innovation Award 2006 in der Kategorie „Produktion und Wertschöpfung“ ausgezeichnet.
Innovationen im Überblick
- Integrierte Software in der Betriebsanalytik von der Waters GmbH erreicht beispielsweise bei Generikaherstellern bis zu 50 Prozent Zeitersparnis pro Anwender oder umgerechnet eine Kostenreduktion von 70.000 US Dollar pro Anwender im Jahr.
- AspenTech zeigte Lösungen für das Anlagen- und Prozessdatenmanagement, die mit hohem Automatisierungsgrad strengste Qualitäts- und Industriestandards gewährleisten, um letztlich bessere Liefertreue bei gleichzeitig mehr Flexibilität in der Produktion zu erreichen.
- Die flexible und kosteneffiziente Organisation der Warenwirtschaft an einzelnen Standorten gelingt mit den ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning) von Tectura. FDA-konform und ausgestattet mit branchenspezifischen Funktionen auf Basis von Microsoft Dynamics können diese zudem nahtlos in die übergreifenden Managementsysteme der Unternehmenszentralen eingebunden werden.
- Produktionsorientierte Unternehmensführung anhand von Echtzeitdaten aller relevanten Prozesse ermöglichen Business Intelligence Lösungen von Microsoft. Gleichzeitig garantieren die IT-Security-Systeme von Microsoft, dass die Sicherheit der Arzneimittelproduktion und die Konformität mit gesetzlichen Vorgaben zuverlässig gewährleistet wird.
- Effizienz und höhere Sicherheit bringt auch der Einsatz der mobilen Funktechnologie RFID (Radio Frequency Identifikation). Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF aus Magdeburg stellte dazu innovative Anwendungen für Betriebslogistik sowie Anlagenbetrieb und -instandhaltung vor.
- Auf welchem Weg die grundlegende validierte Hardware-Infrastruktur geschaffen werden kann, erörterte die INOSOFT AG anhand aktueller Projekte. Dabei wurde gezeigt, dass selbst international eine einheitliche Systemlandschaft für vernetzte Abläufe auch in unterschiedlichen Sprachen kosteneffizient realisiert werden kann.
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