Sonntag, 20. Juli 2008
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Stressabbau in der Nacht

26.10.2006 Quelle: Kawaters & Partner   
Foto: Kawaters& PartnerFalls aber das Gefühl keine Zeit zu haben dominiert, sollte der Stressgeplagte sich ein kleines Programm an Atem- und Entspannungstechniken zusammenstellen. Es kehrt eine innere Ruhe ein und dann lassen sich die Einschlafgedanken einfacher lenken. Am besten eignen sich Bilder aus Situationen, die als glücklich, erfolgreich und entlastet empfunden wurden. Dabei stärkt sich auch gleichzeitig das Selbstwertgefühl. Um gesund und leistungsstark zu bleiben, ist es notwendig ein Gleichgewicht zwischen Stress und Schlaf - der Erholung davon – herzustellen. Deshalb sollten belastende Momente des Alltags möglichst bewusst und tagsüber bearbeitet werden.

Ein weiterer Aspekt, der zu ungewöhnlichen Drucksituationen führen kann, ist die vom Arbeitsmarkt geforderte örtliche Flexibilität. Inzwischen gehören zu den alltäglichen Zwängen eines Arbeitnehmers auch wechselnde Wohnstätten. Sich diesen Anforderungen nicht zu stellen, bedeutet schnell, außerhalb eines Arbeitsverhältnisses zu stehen. Wer jedoch diesen entspricht, sieht sich ständig mit neuen Lebensumständen konfrontiert. Häufige Umzüge können zu Anspannungen führen, die hauptsächlich nachts die Betroffenen heimsuchen. Nur ein Mensch der sich geborgen fühlt, schläft auch gut ein. Situationen in denen Unsicherheit empfunden wird, versetzen Körper und Geist in eine instinktive Alarmbereitschaft, die den Bedingungen des entspannten Einschlafens widersprechen. Nach der Arbeit, allein und in einer neuen Umgebung, hat der Stress Zeit und Platz fühlbar zu werden. Das Zu-Bett-gehen wird dann zur Qual. Umzugsgestresste können dem aber etwas entgegensetzen: Die Integration von Altvertrautem in die neue Umgebung. Fotos, Lieblingsmöbel und die eigene Musikanlage stellen ein Stück Geborgenheit dar. In dieser gelösten Atmosphäre ist es möglich, wirklich zur Ruhe finden.

Sollten sich aber dauerhaft Einschlafprobleme einstellen, ist es am besten, Rat bei den entsprechenden Fachleuten zu suchen. Das kann ein Arzt, ein Psychologe oder auch ein Ansprechpartner in einem Schlaflabor sein. Der Rückgriff auf Medikamente ist nur mit ärztlicher Begleitung sinnvoll. Zum alltäglichen Gebrauch eignet sich die Selbstmedikation jedoch nicht, da sie mit zu großen Risiken behaftet ist. Akuter Stress wirkt sich auf Körper und Geist aus. Auf beiden Ebenen gibt es persönliche Möglichkeiten entspannenden Einfluss nehmen.

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